Walter-Borjans reicht ein PostenSPD-Chef will nicht in den Bundestag

Die SPD hat zwei Vorsitzende, aber keiner der beiden übt ein hervorgehobenes Wahlamt aus. Saskia Esken ist zumindest Bundestagsabgeordnete, ihr Co-Vorsitzender Walter-Borjans will nicht einmal das sein. Zur Bundestagswahl 2021 kandidiert er nicht.
Der SPD-Parteivorsitzende Norbert Walter-Borjans will auf eine Kandidatur bei der Bundestagswahl 2021 verzichten. "Ich werde mich auf die Arbeit als Parteivorsitzender konzentrieren", sagte der frühere NRW-Finanzminister am Mittwochabend dem WDR. Er wolle nicht bei der Bundestagswahl im nächsten Jahr kandidieren. Auf Twitter schrieb der SPD-Parteivorsitzende dazu: "Wir müssen raus aus dem "Das macht man so." Ich will das Profil der SPD schärfen und nicht aus Koalitionen heraus argumentieren."
Walter-Borjans hatte sich im vergangenen Jahr im Rennen um den SPD-Parteivorsitz durchgesetzt und bildet nun eine Doppelspitze mit Saskia Esken. Im Gegensatz zu Esken hat Walter-Borjans kein Bundestagsmandat. Der 67-Jährige hat seine politischen Erfahrungen ausschließlich in Nordrhein-Westfalen und dem Saarland gesammelt. Von 2010 bis 2017 war er Finanzminister von NRW. In der Zeit kaufte das Land die Datensätze mutmaßlicher Steuerbetrüger auf, womit der Minister bundesweit bekannt wurde.