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Oberbürgermeisterwahl Wiesbaden SPD-Kandidat setzt sich deutlich durch

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"Es ist ein wunderbares Wahlergebnis", sagt Mende.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Wiesbaden Ende Mai bleibt ein klarer Sieger aus. Die Entscheidung fällt erst in einer Stichwahl. Allerdings gibt die Wahlbeteiligung in der hessischen Landeshauptstadt zu denken.

Gert-Uwe Mende von der SPD hat mit einem Vorsprung von 15.603 Stimmen die Oberbürgermeisterwahl in Wiesbaden gewonnen. Er kam bei der Stichwahl auf 61,8 Prozent der Stimmen. Sein Konkurrent Eberhard Seidensticker von der CDU erreichte nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis 38,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag den Angaben zufolge bei 32,1 Prozent.

Mende hatte beim ersten Wahlgang am 26. Mai mit 27,1 Prozent zwar das beste Ergebnis geholt, verfehlte aber deutlich die erforderliche absolute Mehrheit. Seidensticker kam damals auf 24,5 Prozent der Stimmen. In Wiesbaden sind rund 200.000 Männer und Frauen wahlberechtigt, der Oberbürgermeister wird für sechs Jahre gewählt. Der bisherige Amtsinhaber Sven Gerich (SPD) war nicht mehr angetreten. Gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Vorteilsnahme.

Mende spricht vom "Vertrauensvorschuss"

"Es ist ein wunderbares Wahlergebnis", sagte Mende am Wahlabend vor seinen Anhängern. Das Ergebnis sei ein Vertrauensvorschuss. Die Arbeit fange jetzt erst an. "Aber bei aller Freude, wir bleiben so wie wir sind, mit beiden Füßen auf dem Boden", erklärte der Wahlsieger. Mende bedankte sich ausdrücklich bei seinem Konkurrenten Seidensticker für den fairen Wahlkampf. "Ich glaube, es hat der Stadt gutgetan, dass wir einen Wahlkampf geführt haben, der auf Dialog gesetzt hat."

Für Gert-Uwe Mende war bereits im Wahlkampf der soziale Zusammenhalt in Wiesbaden eines der vorrangigen Themen. Mit fast 100 Prozent hatten die Genossen den 56-Jährigen nominiert. Seit 2006 ist Mende Geschäftsführer der sozialdemokratischen Landtagsfraktion. Sozialer Wohnungsbau, Klimaschutz und Mobilität sind für ihn wichtige Themen.

"Ihr habt gezeigt, dass die SPD Wahlen gewinnen kann, wenn sie sich nicht gegenseitig zerfleischt, sondern, wenn wir zusammen in eine Richtung gehen", sagte der Parteivorsitzende der SPD Wiesbaden Dennis Volk-Borowski. Und auch der Chef der hessischen SPD und kommissarische Bundesvorsitzende seiner Partei, Thorsten Schäfer-Gümbel, begrüßte die Wahl Mendes: "Wiesbaden hat gezeigt, dass die SPD die Wählerinnen und Wähler für sich gewinnen kann, wenn Kandidat, Programm und Kampagne zusammenpassen."

Auch CDU-Generalsekretär Manfred Pentz gratulierte Mende zu seinem Sieg. "Beide Kandidaten haben einen respektvollen und fairen Wahlkampf geführt." Hessens Landeshauptstadt verdiene eine gute und solide Politik. Die CDU werde sie in der bestehenden Kooperation auch künftig gestalten.

Auch im sächsischen Görlitz und in der Hansestadt Rostock fanden Stichwahlen statt.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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