Politik

Nach Scholz-Nominierung SPD springt in Umfrage auf 18 Prozent

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Seit vorgestern Kanzlerkandidat der SPD: Olaf Scholz.

(Foto: REUTERS)

Kann Olaf Scholz der SPD Erfolge bringen? In einer ersten Umfrage nach seiner Nominierung geht es für die Sozialdemokraten bergauf. Andere Erhebungen sind allerdings weniger rosig.

Nach der Nominierung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz zum SPD-Kanzlerkandidaten haben die Sozialdemokraten einer Umfrage zufolge in der Wählergunst zugelegt. Die SPD steigerte sich in einer von der "Bild"-Zeitung veröffentlichten Blitzumfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa von 16 auf 18 Prozent.

Die Union sinkt im Vergleich zur vorherigen Erhebung aber nur minimal von 36,5 Prozent auf 36 Prozent. Die Grünen verlieren einen Prozentpunkt von 16 auf 15 Prozent. Die AfD verharrt bei elf Prozent. Die FDP verbessert sich von 6,5 Prozent auf sieben Prozent, die Linkspartei legt von 8,5 auf neun Prozent zu.

Mehrheit will keinen Kanzler Scholz

Eine am Dienstag von ntv.de veröffentlichte Forsa-Umfrage zeichnete ein durchwachsenes Bild. Demnach wünscht sich in Deutschland nur jeder vierte Wähler einen Kanzler Scholz. 63 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen ein anderer Bundeskanzler lieber wäre. Demnach wünschen sich sogar unter den früheren SPD-Wählern 60 Prozent einen anderen Nachfolger für Angela Merkel.

Dennoch halten demnach 44 Prozent der Befragten Scholz für das Amt gut geeignet, vor allem unter SPD-Anhängern hat er einen Rückhalt von 79 Prozent. Vier von zehn Befragten gaben an, ihn für weniger oder nicht geeignet zu halten. Dabei ist der Zuspruch für Scholz, der in Potsdam wohnt und in Brandenburg seinen Wahlkreis bei der Wahl im Herbst 2021 haben wird, in den neuen Ländern geringer als im Westen.

Im RTL/ntv-Trendbarometer steht die SPD nach wie vor bei 14 Prozent. Die letzte Umfrage dieser Art wurde vergangene Woche, also vor Scholz' Nominierung erhoben. Ob seine Kandidatur einen Effekt auf die Umfragewerte bei dieser Erhebung hat und wie groß sie sind, wird sich am Samstag zeigen. Dann veröffentlicht ntv.de die aktuellen Zahlen.

Quelle: ntv.de, bdk/AFP

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