"Gesundheitliche Herausforderungen"Sächsische BSW-Chefin Zimmermann zieht sich zurück

Sabine Zimmermann ist ein Urgestein des BSW in Sachsen. Unter ihrer Führung zieht die Partei im September des vergangenen Jahres erstmals in den Landtag ein. Nun legt die erfahrene Landespolitikerin ihr Mandat nieder.
Die Fraktionsvorsitzende des BSW im Sächsischen Landtag, Sabine Zimmermann, zieht sich aus der aktiven Politik auf Landesebene zurück. Grund dafür seien "gesundheitliche Herausforderungen", teilte die Fraktion in Dresden mit. Die 65-Jährige hatte das BSW in Sachsen mitgegründet und war bis September auch Landesvorsitzende ihrer Partei sowie im Landtagswahlkampf 2024 Spitzenkandidatin.
Das BSW holte damals 11,8 Prozent und zog erstmals in den Landtag ein. Zimmermann sprach danach mit CDU und SPD über eine mögliche Koalition, die Sondierungen scheiterten aber. Zuvor hatte Zimmermann zwischen 2005 und 2021 für die Linke im Bundestag gesessen. Mehr als 25 Jahre lang, bis 2018, war sie außerdem Gewerkschaftssekretärin beim Deutschen Gewerkschaftsbund Sachsen. Vor ihrem Wechsel zur Linken war sie bis 2005 zehn Jahre SPD-Mitglied.
Zu ihrem Rückzug aus der Landespolitik erklärte Zimmermann, sie blicke "mit Dankbarkeit auf diese Zeit zurück - auf politische Arbeit, die nie bequem war, aber immer notwendig". Politik bedeute für sie, "Stellung zu beziehen, Verantwortung zu tragen und für diejenigen einzustehen, die zu oft überhört werden - dafür habe ich gearbeitet, gestritten und gekämpft".
Das BSW-Bundespräsidium drückte Zimmermann "großen Respekt und aufrichtigen Dank" aus. "Dein Einsatz, dein Organisationstalent und dein klarer politischer Kompass haben unsere Partei im Osten entscheidend geprägt", erklärte es. Mit der Mandatsniederlegung von Zimmermann zieht der 38 Jahre alte Eric Recke aus Leipzig nach BSW-Angaben als neues Fraktionsmitglied in den Landtag ein.