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Geköpft und gekreuzigt Saudi-Arabien richtet 37 Menschen hin

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Die Hinrichtungen wurden unter anderem in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad vollzogen .

(Foto: imago images / Mint Images)

Wegen "terroristischem Denken" werden in Saudi-Arabien fast 40 Menschen zum Tode verurteilt. Einer von ihnen wird wegen eines schweren Verbrechens besonders brutal hingerichtet.

Saudi-Arabien hat 37 Menschen hingerichtet, die wegen "Terrorismus" verurteilt worden waren. Die Todesstrafen seien in der Hauptstadt Riad, den heiligen Städten Mekka und Medina, in der Provinz Kassim sowie in der Ost-Provinz vollstreckt worden, teilte das Innenministerium in einer Erklärung mit.

Die Hingerichteten seien alle für schuldig befunden worden, sich "terroristisches, extremistisches Denken angeeignet zu haben", hieß es. Die häufigste Hinrichtungsmethode in Saudi-Arabien ist das Köpfen mit einem Säbel. Wie das Ministerium mitteilte, wurde einer der Verurteilten gekreuzigt; eine Hinrichtungsart, die nur für besonders schwere Verbrechen vorgesehen ist.

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International wurden 2018 in Saudi-Arabien 149 Menschen hingerichtet. Das ist die zweithöchste Anzahl nach dem Iran mit 253 Hinrichtungen. Insgesamt habe es mindestens 690 Hinrichtungen in 20 Staaten weltweit gegeben. Im Vorjahr waren es noch 993 Exekutionen in 23 Staaten. Eine erhebliche Dunkelziffer gebe es aber vor allem in China, wo auch 2018 mutmaßlich mehrere Tausend Menschen hingerichtet worden seien, heißt es in dem Jahresbericht.

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Quelle: n-tv.de, joh/AFP

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