Scheitern der Iran-VerhandlungenTrump war beim Käfigkampf, als Vance in Pakistan sprach

Die Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA kommen zu keinem Ergebnis. Nach 21 Stunden werden die Gespräche beendet. Als US-Vize JD Vance in Pakistan die Öffentlichkeit davon unterrichtet, weilte Präsident Trump bei einem Käfigkampf-Event.
US-Präsident Donald Trump hat während des Scheiterns der Friedensgespräche mit dem Iran einen Käfigkampf besucht. Wie unter anderem die "New York Times" (NYT) berichtet, habe Trump bei einem Event der Ultimate Fighting Championship (UFC) im US-Bundesstaat Florida mehrere Stunden verbracht, während zeitgleich Vizepräsident JD Vance in Pakistan vor die Presse trat und das Ende der Gespräche verkündete.
Unklar ist laut NYT jedoch, ob die Verhandlungen möglicherweise nicht schon gescheitert waren, als Trump die Arena in Miami betreten hatte - die Pressekonferenz in Islamabad habe bereits kurz nach seiner Ankunft begonnen. Er habe während des Events kaum auf seinem Handy getippt, beobachtete eine Reporterin der US-Zeitung. Derweil sei US-Außenminister Marco Rubio eifrig an seinem Telefon gewesen, heißt es weiter.
Vance stand indes während des 21 Stunden langen Verhandlungsmarathons nach eigener Aussage in engem Austausch mit dem Präsidenten. Er habe ein halbes Dutzend Mal mit Trump telefoniert, sagte der Vizepräsident in Islamabad. Trump selbst äußerte sich auf dem Hinweg vor dem Abflug nach Miami. Ihm sei gleichgültig, ob ein Abkommen mit dem Iran erreicht werde oder nicht. "Wir gewinnen so oder so", erklärte er vor Journalisten. "Wir haben sie militärisch besiegt."
Bei dem UFC-Event sei Trump von einer bunten Entourage begleitet worden, heißt es weiter. An seiner Seite hätten sich neben Rubio einige seiner Kinder befunden. Dazu auch der indische Botschafter in den USA, Sergio Gor, der US-Rapper Vanilla Ice, der ehemalige stellvertretende Chef des FBI, Dan Bongino, und der umstrittene Podcaster Joe Rogan. Ivanka Trump sei ohne ihren Ehemann aufgetaucht - Jared Kushner war Teil der US-Delegation in Pakistan.
Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA waren in der Nacht deutscher Zeit gescheitert. Nach Angaben aus dem Außenministerium in Teheran waren beide Kriegsparteien zwar in einigen Punkten einig - aber in zwei wichtigen Fragen habe es unterschiedliche Ansichten gegeben. US-Vize Vance ließ vor seiner Abreise aus Islamabad die genauen Details offen. Man verlasse nun den Ort der Verhandlungen und lasse einen Vorschlag für den Iran zurück, der ein endgültiges Angebot darstelle, sagte er.