Politik

Lockere Corona-Regeln Scholz: Geimpfte wie Getestete behandeln

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Will Geimpften das Leben erleichtern: Olaf Scholz.

(Foto: imago images/IPON)

In Deutschland haben bislang rund 2,2 Millionen Menschen den vollen Impfschutz gegen Covid-19 enthalten. Das entspricht nur einem Bruchteil der Bevölkerung. Nichtsdestotrotz plädiert Finanzminister Scholz für einen neuen Umgang mit Immunisierten. Ihr Alltag soll erleichtert werden.

Vizekanzler Olaf Scholz will derzeit geltende Einschränkungen wegen der Corona-Krise für Geimpfte zügig lockern. "Ich kann mir gut vorstellen, dass der Impf-Nachweis wie ein negativer Schnelltest genutzt werden kann. Geimpfte erhalten Zugang zu all jenen Orten, die ansonsten nur mit einem Schnelltest zugänglich sind", sagte er der "Süddeutschen Zeitung".

Dabei bezog sich Scholz auf erste Studien, die nahelegten, dass Geimpfte die Krankheit womöglich nicht mehr übertragen und damit kein Ansteckungsrisiko darstellen würden. Derzeit deutet sich an, dass Besuche von Theatern, Kinos oder Biergärten, abhängig vom regionalen Infektionsgeschehen, in absehbarer Zeit wieder möglich sein könnten - allerdings unter Vorlage eines tagesaktuellen Coronatests.

Scholz begründete dies damit, dass die Corona-Beschränkungen tief in die Rechte der Bürgerinnen und Bürger eingriffen. Derart tiefe Eingriffe gegenüber dem Einzelnen seien so lange gerechtfertigt, wie es einen schwerwiegenden Grund dafür gebe. "Das heißt auch, je schneller wir mit dem Impfen vorankommen, desto mehr gewinnen wir unseren gewohnten Alltag Stück für Stück zurück", sagte der SPD-Politiker.

Zuletzt stieg die Zahl der verabreichten Covid-19-Impfdosen in Deutschland auf mehr als 6,6 Millionen. Dem Robert-Koch-Institut zufolge liegt die Quote der Erstimpfungen nun bei knapp 5,28 Prozent, die der Zweitimpfungen bei 2,66 Prozent - das entspricht mehr als 2,2 Millionen voll geimpften Personen. Ein vollständiger Impfschutz besteht bei den aktuell verimpften Präparaten erst nach zwei Impfungen. Dazu muss die zweite Dosis etwa drei Wochen nach der ersten gespritzt werden. Je nach Bundesland variiert der Impffortschritt deutlich: Laut RKI haben in Rheinland-Pfalz bereits 3,4 Prozent eine Zweitimpfung erhalten, in Niedersachsen 2,2 Prozent.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa/AFP

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