Politik

Vizekanzler optimistisch Scholz: "Im Sommer sitzen wir im Biergarten"

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Im bayerischen Vilshofen ließ sich Olaf Scholz anlässlich des Politischen Aschermittwochs ein Glas Bier schmecken. Bald soll das auch wieder im Biergarten möglich sein.

(Foto: dpa)

Kurz vorm erneuten Bund-Länder-Gipfel macht SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz den Deutschen Hoffnung auf ein bisschen mehr Normalität im Sommer. Nicht nur Urlaubsreisen seien möglich, sondern auch Besuche im Biergarten oder Fußballstadion, so der Vizekanzler. Konkrete Termine will er aber nicht nennen.

Bundesfinanzminister und Vize-Kanzler Olaf Scholz macht den Bundesbürgern Hoffnung auf Urlaubsreisen und ein Stück Normalität im Sommer. "Im Sommer werden zig Millionen geimpft sein und das kann ja nicht konsequenzenlos bleiben", sagt der SPD-Kanzlerkandidat der "Bild"-Zeitung. Fortschreitende Impfungen und die Ausweitung der Corona-Tests würden weitere Lockerungen auch bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 50 zulassen. "Wir werden ganz sicherlich im Sommer in Biergärten sitzen und die nächste Fußballsaison wird auch ziemlich normal stattfinden", so Scholz.

Vom anstehenden Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch verspreche er sich entweder weitere Termin für Öffnungen oder einen Zeitplan, der Bürgern und Unternehmern mehr Planungssicherheit gebe. "Ich bestehe darauf, dass wir am Mittwoch eine Öffnungsperspektive konkret formulieren", forderte er. Bei weiteren Lockerungen müsse man nichtsdestotrotz das richtige Maß finden. Scholz plädierte in diesem Zusammenhang für eine "Schrittfolge". Konkrete Termine wollte er aber nicht nennen. Er gehöre "nicht zu den Leuten, die es besser finden, mal eine Ankündigung zu machen, als dass das, was sie ankündigen, hinterher auch stimmt."

Beim Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den 16 Regierungschefs und -chefinnen dürfte es neben der Strategie für Lockerungen aus dem aktuellen Lockdown auch um vermeintliche Vorbehalte in der Bevölkerung gegen den Impfstoff Astrazeneca gehen. Mehrere Ministerpräsidenten plädieren dafür, die strenge Impfreihenfolge bei Astrazeneca aufzugeben.

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kritisierte, es könne nicht sein, dass es einerseits zu wenig Impfstoff gebe, andererseits Astrazeneca vielfach nicht verimpft werde. "Bevor er liegen bleibt, impfen, wer will", sagte Söder der "Bild am Sonntag". Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen sprach sich in der "Welt am Sonntag" für eine Lockerung der Prioritäten-Vorgabe aus. Man könne es sich nicht leisten, "dass Impfstoff herumsteht und nicht verimpft wird, weil Teile der Berechtigten ihn ablehnen".

"Die Priorisierung ist ein Mittel der Mangelverwaltung" und solle für Astrazeneca "zügig aufgehoben werden", sagte auch der sächsische Regierungschef Michael Kretschmer von CDU der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Damit ließen sich rasch Fortschritte erzielen.

Quelle: ntv.de, jug/rts/AFP

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