Politik

Kooperation bei Energie möglich Scholz sagt Selenskyj in Telefonat weitere Hilfe zu

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Bundeskanzler Scholz ließ sich vom ukrainischen Präsidenten Selenskyj auf den neusten Stand der Verhandlung mit Russland bringen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Aller angespannte Beziehungen zwischen Deutschland und der Ukraine zum Trotz telefoniert Kanzler Scholz erneut mit Präsident Selenskyj. Der deutsche Regierungschef betont die Souveränität der Ukraine. Beide sprechen über Defensivhilfen, Kooperationen im Energiesektor und Sanktionen gegen Russland.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat erneut mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gesprochen. Er kondolierte zunächst zum Tod des ersten Präsidenten der unabhängigen Ukraine, Leonid Krawtschuk. Wie Regierungssprecher Steffen Hebestreit mitteilte, informierte sich Scholz in dem Telefonat zudem über den Verhandlungsprozess zwischen der Ukraine und Russland zur Beendigung des Krieges und die aktuelle Lage.

Den Angaben zufolge betonte der Kanzler in dem Gespräch, dass Russland aufgerufen bleibe, die Kampfhandlungen in der Ukraine unmittelbar zu beenden, die Truppen aus der Ukraine zurückzuziehen und damit die territoriale Integrität und Souveränität der Ukraine wiederherzustellen. Die beiden Politiker tauschten sich demnach auch über "ganz konkrete, praktische Möglichkeiten der weiteren Unterstützung der Ukraine aus und verabredeten, weiterhin eng in Kontakt zu bleiben".

Selenskyj schrieb bei Twitter, er habe mit Scholz über Defensivhilfe, Kooperation im Energiesektor und schärfere Sanktionen gegen Russland gesprochen. Er lobte zugleich den Dialog zwischen beiden Ländern.

Russland hatte am 24. Februar einen Angriff auf die Ukraine gestartet. Scholz und Selenskyj haben seither mehrfach miteinander telefoniert. Zuletzt hatte es Verstimmungen zwischen beiden Ländern gegeben. Wegen eines unerwünschten Besuches von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Kiew lehnte Scholz eine eigene Reise in die ukrainische Hauptstadt ab. Die Verstimmungen wurden in einem Telefonat zwischen Steinmeier und Selenskyj ausgeräumt. Es folgten Einladungen an Steinmeier und Scholz aus Kiew, am Dienstag war Außenministerin Annalena Baerbock als erstes deutsches Regierungsmitglied nach Kiew gereist.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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