Politik

Wappnen für Chaos-Brexit Scholz will "Gehaltsoffensive" beim Zoll

Für den Zoll ist Finanzminister Scholz zuständig. Er will dessen Attraktivität und Schlagkraft erhöhen - auch in Vorbereitung auf einen möglichen harten Brexit. Aber auch Innenminister Seehofer hat da ein Wörtchen mitzureden.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will mit höheren Gehältern die Attraktivität des Zolls als Arbeitgeber erhöhen und auch so die Schlagkraft der Bundesbehörde mit Blick auf einen drohenden harten Brexit stärken. Das Finanzministerium will jetzt Einstiegsgehälter für junge Zöllner von der Besoldungsgruppe A6 auf A7 anheben - das würde den Beschäftigten monatlich rund 100 Euro brutto mehr bringen, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Regierungskreise berichtet.

Auch im mittleren Zolldienst in der Besoldungsgruppe A9 soll es demnach künftig mehr Geld geben und Zöllner mit dem Vollzugsbereich der Bundespolizei gleichgestellt werden. Scholz habe nun Innenminister Horst Seehofer seine Vorschläge unterbreitet, weil dafür das Bundesbesoldungsgesetz geändert werden muss, so die Zeitungen.

Der Zoll, der zusätzliche Befugnisse etwa im Kampf gegen Mindestlohnverstöße, Schwarzarbeit und Menschenhandel und dafür Tausende neue Stellen erhält, konkurriert mit vielen anderen Bundesbehörden sowie privaten Unternehmen um Schulabgänger.

Quelle: n-tv.de, bad

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