Politik

Finanztransaktionssteuer Scholz will Kleinsparer steuerlich entlasten

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Die Pläne von Scholz würden den Finanzstandort Frankfurt am Main beeinflussen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das Thema Finanztransaktionssteuer bleibt ein Streitpunkt in der GroKo. Die Union präferiert eine europäische Lösung. Kritik, dass die Steuer vor allem Kleinsparer treffe, versucht Finanzminister Scholz von der SPD nun offenbar mit zwei Maßnahmen zu entkräften.

Sollte die Finanztransaktionssteuer in Deutschland eingeführt werden, will Finanzminister Olaf Scholz von der SPD im Gegenzug die Kleinsparer steuerlich entlasten. So soll dann der Sparer-Pauschbetrag von aktuell 801 Euro um 50 Euro auf 851 Euro erhöht werden, bei gemeinsam veranlagten Paaren würde der Betrag entsprechend um 100 Euro auf 1702 Euro im Jahr steigen, wie die "Welt" berichtet.

Zusätzlich solle es einen neuen Altersvorsorgepauschbetrag in Höhe von 30 Euro für Singles und 60 Euro für Partner pro Jahr geben. Die Kosten für diese steuerliche Entlastung würden auf zusammen 220 Millionen Euro im Jahr geschätzt.

Das Ministerium wollte die Informationen nicht kommentieren, schrieb das Blatt weiter. Die Behörde teilte lediglich mit, dass an der Einführung an der im Koalitionsvertrag vereinbarten Finanztransaktionssteuer gearbeitet werde. Zu Details wolle man sich vorerst nicht äußern.

Bei der Union zeigte man sich in einer ersten Reaktion aufgeschlossen gegenüber dem Scholz-Vorschlag. Allerdings habe die finanzpolitische Sprecherin Antje Tillmann daran erinnert, dass es mit CDU/CSU eine Finanztransaktionssteuer nur im europäischen Rahmen geben werde, so die Zeitung.

Quelle: ntv.de, bad/dpa