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Erster Bewerber aus Parteispitze Schwan und Stegner wollen SPD führen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Im Ringen um den künftigen SPD-Vorsitz wirft ein weiteres Duo seinen Hut in den Ring. Gesine Schwan und Ralf Stegner haben ihre Kandidatur erklärt. Das berichtet der "Spiegel".

In zweieinhalb Wochen endet die Bewerbungsfrist - und ein weiteres Duo bekundet nun seine Ambitionen auf den SPD-Vorsitz. Gesine Schwan und Ralf Stegner haben ihre Kandidatur angemeldet, wie aus Parteikreisen verlautet. Beide haben laut "Spiegel" demnach ihre Entscheidung den drei Kommissarischen Vorsitzenden Malu Dreyer, Manuela Schwesig und Thorsten Schäfer-Gümbel mitgeteilt und wollen sich am Freitag in Berlin erklären.

Die 76-jährige Schwan lotet hinter den Kulissen bereits seit Längerem ihre Chancen aus und war auf der Suche nach einem Partner. Sie war von der SPD 2004 und 2009 für das Amt der Bundespräsidentin geschickt worden. Beide Male unterlag sie Horst Köhler. Sie war zudem langjährige Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder).

"Ich will helfen, diese Abwärtsspirale zu stoppen und eine Aufwärtsspirale zu schaffen", sagte sie vor wenigen Wochen n-tv.de. "Ich habe wissenschaftlich viel über Vertrauen gearbeitet: Wenn Vertrauen verspielt ist, helfen keine Institutionen und keine Tricks, dann braucht es Personen, die vertrauenswürdig sind und selbst auf die Zukunft vertrauen."

Mit dem Parteivize Stegner tritt nun der erste SPD-Politiker aus der erweiterten Führungsriege in die Arena. Der 59-Jährige hatte Ende März nach zwölf Jahren den Vorsitz des Landesverbandes Schleswig-Holstein aufgegeben.

Bislang hatten Europa-Staatsminister Michael Roth und die nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete Christina Kampmann sowie die Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach und Nina Scheer und die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange und ihr Bautzener Amtskollege Alexander Ahrens ihre Kandidaturen als Duo angekündigt. Zudem bewirbt sich der Vizepräsident des SPD-Wirtschaftsforums, Robert Maier, um die Führung von Deutschlands ältester Partei.

Noch bis um 1. September haben Interessenten Gelegenheit, ihre Bewerbung einzureichen. Dazu brauchen sie die Mitgliederunterstützung von mindestens fünf Unterbezirken, einem Bezirk oder einem Landesverband. Anschließend stellen sich die Kandidaten auf 23 Regionalkonferenzen bundesweit der Basis. Auftakt ist am 4. September in Saarbrücken. Auf dem Bundesparteitag Anfang Dezember soll dann der Chefposten endgültig besetzt werden.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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