Politik

Vor Kneipen oder an Haltestellen Schweden verbietet öffentliches Rauchen

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Eine Zigarette im Straßencafé? Ab sofort geht das in Schweden nicht mehr.

(Foto: dpa )

Schweden hat die niedrigste Raucherquote in Europa - und will bis 2025 ganz rauchfrei werden. Deshalb darf ab sofort auch nicht mehr vor Kneipen, Restaurants, auf Spielplätzen oder an Bushaltestellen geraucht werden.

Seit über zehn Jahren schon dürfen die Schweden in Kneipen und Restaurants nicht mehr rauchen. Wem trotzdem nach einer Zigarette war, ging deshalb bislang vor die Türe, rauchte in einem abgetrennten Raucherbereich oder setzte sich gleich auf die Terasse eines Cafés. In Zukunft ist aber auch das nicht mehr erlaubt: Seit dem 1. Juli gilt in Schweden ein neues, für öffentliche Plätze geltendes Tabakgesetz. Damit darf sich weder im Außenbereich von Gaststätten eine Zigarette angesteckt werden, noch an öffentlichen Spielplätzen, Sportanlagen, Bahnsteigen oder Bushaltestellen. Das ausgeweitete Rauchverbot gilt auch für E-Zigaretten.

Laut "Bild"-Zeitung sind Café- und Restaurantbesitzer dafür verantwortlich, dass das Verbot eingehalten wird. Wer nicht gegen die Raucher vorgeht, riskiert demnach ein Bußgeld. In mehreren Kommunen hätten die Behörden dazu aufgerufen, Raucher direkt anzuzeigen. Die schwedische Gesundheitsbehörde sieht in der Maßnahme einen wichtigen Schritt für die Gesundheit der Bevölkerung. Denn durch das weitreichende Rauchverbot soll auch das passive Rauchen vermindert werden.

Laut Eurostat-Umfrage war Schweden bereits 2014 das Land mit dem geringsten Raucheranteil in Europa. Damals qualmten 8,7 Prozent der Schweden, während in Deutschland 15 Prozent und in Bulgarien sogar 27,3 Prozent der Bevölkerung zum Glimmstängel griffen. Die niedrigen Raucherzahlen sind der Regierung von Ministerpräsident Stefan Löfven aber noch nicht genug: Sie hat das Ziel, Schweden bis 2025 rauchfrei zu machen.

Quelle: n-tv.de, ftü/dpa

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