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Ukraines Präsident in Berlin Schwere Gefechte erschüttern Ostukraine

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Das Abkommen von Minsk hatte eigentlich den Abzug von Mehrfachraketenwerfern vorgesehen.

(Foto: REUTERS)

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko besucht Berlin - zeitgleich ereignen sich im Osten des Landes die heftigsten Kämpfe seit Langem. Schweres Kriegsgerät kommt zum Einsatz.

Bei neuen Kämpfen in der Ostukraine sind nach Angaben der ukrainischen Armee fünf Soldaten getötet und 13 weitere verletzt worden. Bei den schwersten Kämpfen seit Mitte Dezember hätten prorussische Separatisten zweimal versucht, die Frontstadt Awdijiwka einzunehmen, seien aber zurückgeschlagen worden, teilte die Armee mit. Bereits am Sonntag hatte die ukrainische Armee über einen Angriff auf die Stadt berichtet. Die Rebellen hätten versucht, die Frontstadt von der Stromversorgung abzuschneiden.

Zum Einsatz kamen neben schwerer Artillerie auch Mehrfachraketenwerfersysteme. Eine vereinbarte Waffenruhe sieht den Abzug solchen Geräts von der Front vor. In der Stadt Makijiwka wurde nach Angaben der Aufständischen eine Frau durch Artilleriebeschuss getötet, drei weitere Zivilisten verletzt. Unabhängige Bestätigungen lagen nicht vor.

Poroschenko in Berlin erwartet

Am Mittag wird der ukrainische Präsident Petro Poroschenko zu Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt erwartet.

Seit dem Ausbruch der Kämpfe um die von Separatisten kontrollierte Ostukraine sind etwa 10.000 Menschen durch die Gefechte getötet worden. Die Ukraine und die Nato werfen Russland vor, die Rebellen mit Waffen und Truppen zu unterstützen, was die Führung in Moskau dementiert.

Die USA und die EU haben wegen der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim sowie der Kämpfe in der Ostukraine Sanktionen gegen Russland verhängt.

Der neue amerikanische Präsident Donald Trump hat betont, er strebe bessere Beziehungen zu Russland an. Ob er dafür auch Sanktionen gegen Russland aufheben wird, hat er bislang im Vagen gelassen.

Quelle: n-tv.de, bdk/dpa/rts

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