Politik

Im Kampf gegen die Pandemie Schwesig: "Haben die richtige Strategie"

Manuela Schwesig, die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Ministerpräsidentin Schwesig mahnt, die Schutzmaßnahmen weiter durchzuhalten, bis man sich aus der Pandemie gekämpft habe.

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Deutschland hat langfristig auf die richtige Strategie in der Coronakrise gesetzt, sagt Ministerpräsidentin Schwesig im Gespräche mit RTL/ntv. Sie sei zufrieden, dass man nicht versucht habe, die Bevölkerung zu durchseuchen. Gleichzeitig sorge sie sich, ob die Menge an kurzfristig verfügbarem Impfstoff ausreicht.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ist zufrieden mit dem Vorgehen Deutschlands in der Coronakrise. Zusammen mit der Kanzlerin und den anderen Länderchefs habe sie von Anfang an auf einen Impfstoff gesetzt "und nicht auf eine Durchseuchung", so die SPD-Politikerin gegenüber RTL/ntv. Viele hätten gefordert, die Regierung dürfe sich nicht auf einen Impfstoff verlassen, man solle kontrollierte Ansteckungen zulassen. "Wir haben uns für die andere Strategie entschieden und das war richtig", sagte die SPD-Politikerin.

Nun stünden mehrere Impfstoffe vor der Zulassung, sie sei beeindruckt von der Leistung der Forscherinnen und Forscher, so Schwesig. Gleichzeitig zeigte sich die 46-Jährige besorgt über die Menge an kurzfristig verfügbarem Impfstoff: "Ich mache mir Sorgen, ob der Impfstoff reicht. Wir müssen es wenigstens in einer ersten Runde schaffen, alle Pflegeheime abzusichern. Und deshalb ist es wichtig, dass jetzt auch genug Impfstoff kommt."

Es sei gleichzeitig unerlässlich, die Schutzmaßnahmen weiter durchzuhalten. So könne man sich "Schritt für Schritt mit dem Impfstoff aus der Pandemie kämpfen". Man versuche, die richtige Balance zwischen dem "Schutz der Gesundheit, der Arbeitsplätze, aber eben auch des sozialen Zusammenseins" zu finden, warb Schwesig für Verständnis. Gerade die Regeln zu Weihnachten seien "für das epidemiologische Geschehen nicht unkritisch", aber man müsse zulassen, dass sich die Menschen zumindest im kleinen Umfang treffen können.

Im Oktober seien sie und andere Ministerpräsidenten für kleinere Reiseeinschränkungen angegriffen worden. Nun gäbe es von gleicher Seite den Vorwurf, man hätte "gleich einen richtigen Shutdown" gebraucht, als die Infektionszahlen stiegen, zeigte sich Schwesig irritiert. Sie hätte sich im Oktober für die Risikogebiete die Maßnahmen gewünscht, die jetzt überall gebraucht würden, sagte die Ministerpräsidentin des lange kaum betroffenen Mecklenburg-Vorpommerns. Das sei aber leider nicht möglich gewesen.

Quelle: ntv.de, lwe