Politik

Schritt für Schritt aus Pandemie Schwesig sieht "Befreiung" dank Impfstoffen

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Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig will raus aus der Pandemie.

(Foto: imago images/BildFunkMV)

Der Impfstart beginnt in ganz Europa. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig hofft dadurch auf eine Befreiung aus der Pandemie. Für Ursula von der Leyen ist es ein "berührender Moment der Einigkeit".

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich hoffnungsvoll gezeigt, dass mit dem Anfang der Corona-Schutzimpfungen das Ende der Pandemie eingeleitet wird. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir uns mit den Impfstoffen Schritt für Schritt aus der Pandemie befreien können. Wir fangen bei denen an, wo das Risiko am höchsten ist, bei den älteren Menschen, vor allem auch hier in den Pflegeheimen", sagte die SPD-Politikerin bei einem Besuch einer Senioreneinrichtung in Schwerin.

Dort hatten sich nach Angaben der Heimleitung bei einer ersten Befragung 50 von 60 Bewohnern bereiterklärt, sich eine Spritze geben zu lassen. "Je mehr wir impfen können, umso mehr können wir auch Dinge wieder lockern", betonte Schwesig. Sie erwarte eine auch insgesamt hohe Impfbereitschaft in der Bevölkerung des Landes. "Gerade bei uns in Ostdeutschland ist das Verhältnis zum Thema impfen doch eher positiv", konstatierte Schwesig. Wichtig sei nun, dass der Impfstoff zügig und in möglichst großen Mengen bereitgestellt werde.

Spahn: "Schlüssel raus aus der Pandemie"

Zum Impfstart hatten der Mainzer Impfstoff-Hersteller Biontech und der Pharmakonzern Pfizer knapp 10.000 Impfdosen in den Nordosten geliefert, die an die Impfzentren in Kreisen und kreisfreien Städten verteilt wurden. Von dort aus machten sich mobile Impfteams auf den Weg, um zuerst Bewohner und Mitarbeiter in Seniorenheimen zu impfen. "Gerade bei uns in Ostdeutschland ist das Verhältnis zum Thema impfen doch eher positiv", sagte Schwesig.

CDU-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn schrieb auf Twitter, der Impfstart mache Hoffnung und gebe Zuversicht. Die Impfung sei "der Schlüssel raus aus der Pandemie". Von einem "Meilenstein in der Pandemiebekämpfung" sprach der Grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann Baden-Württembergs, von einem Zeichen der Hoffnung Berlins Bürgermeister Michael Müller von der SPD.

Auch seitens der EU gab es optimistische Stimmen zu Beginn der Union-weiten Impftage. EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides sagte: "Wir können 2021 mit Optimismus beginnen, es gibt Licht am Ende des Tunnels." Sichere und wirksame Impfungen ermöglichten es, nach und nach zur Normalität zurückzukehren. Bis genügend Menschen geimpft seien, dürfe die Deckung gegen das Coronavirus jedoch nicht heruntergenommen werden. "Heute ist eine emotional aufgeladener Tag für uns alle", sagte Kyriakides. Auch Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete den gemeinsamen Impfbeginn als "berührenden Moment der Einigkeit" und als europäische "Erfolgsgeschichte".

Quelle: ntv.de, dbe/dpa