Politik

Pannen-Serie geht weiter Seehofer muss in Athen auf Ersatzteil warten

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Bundesinnenminister Seehofer gibt Kyriakos Mitsotakis, Ministerpräsident von Griechenland, die Hand. Links daneben steht EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei der Bundeswehr-Flugbereitschaft kommt es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Pannen. Nach Außenminister Maas und Bundespräsident Steinmeier muss nun auch Innenminister Seehofer darunter leiden. Er findet jedoch eine angenehme Beschäftigung für die Wartezeit auf ein Ersatzteil.

Wegen einer erneuten Panne bei der Flugbereitschaft des Bundesverteidigungsministeriums hat sich die Rückreise von CSU-Bundesinnenminister Horst Seehofer aus Griechenland verzögert. Wie die "Bild am Sonntag" berichtete, war der Boardcomputer des Regierungs-Airbus A319 defekt, so dass Seehofer drei Stunden in Athen fest saß. Seehofer war zu Gesprächen über die Flüchtlingspolitik in Griechenland. Am Donnerstag hatte er die Türkei besucht.

Der griechische EU-Kommissar für Migration, Dimitris Avramopoulos, der mit Seehofer zu den Gesprächen nach Athen gereist war, lud den gestrandeten Innenminister laut "BamS" spontan zum Fischessen in eine Taverne ein. "Die Flugzeugpanne war ärgerlich", sagte Seehofer dem Blatt. "Aber so konnte der Tag in sehr freundschaftlicher Atmosphäre beendet werden."

Damit die Luftwaffe den Airbus reparieren konnte, musste Lufthansa-Technik den Angaben zufolge erst das Ersatzteil nach Athen schaffen. Zur Sicherheit schickte die Flugbereitschaft demnach zusätzlich den Regierungsjet Global 5000 nach Athen, damit der Rückflug des Innenminister am Abend gewährleistet war.

Immer wieder kommt es zu Pannen

Da das Ersatzteil zügig eingetroffen sei und die Reparatur nur 20 Minuten gedauert habe, konnte Seehofer um 23.45 Uhr mit dem Regierungs-Airbus die Heimreise nach München antreten. Die Global sei kurz danach ohne Passagiere zurück nach Köln geflogen.

In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Probleme mit den Flugzeugen der Bundeswehr-Flugbereitschaft gegeben. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier konnte Ende August nicht wie geplant mit einem Airbus A321 nach Polen fliegen. Stattdessen musste er auf eine Ersatzmaschine vom Typ A319 umsteigen. Zuvor musste SPD-Bundesaußenminister Heiko Maas für eine Reise nach New York ebenfalls wegen einer Panne auf ein Ersatzflugzeug vom Typ A319 ausweichen.

Quelle: n-tv.de, agr/AFP

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