Politik

Lagebesprechung und Auszeichnung Selenskyj besucht Frontregion im Süden

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Selenskyj (hier ein älteres Bild) ließ sich in Mykolajiw über die aktuelle Lage informieren.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Präsident Selenskyj ist erneut an die Front gereist. Diesmal besucht er Mykolajiw. Die Ukraine verteidigt die wichtige Stadt im Süden. Ihr Fall würde Russland den Weg nach Odessa öffnen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat offiziellen Angaben nach eine weitere Frontregion besucht. Auf einem Video in seinem Telegram-Kanal ist zu sehen, wie Selenskyj Ruinen in der Stadt Mykolajiw im Süden des Landes in Augenschein nimmt und nach einer Lagebesprechung Orden verteilt. Er habe an einem Treffen zu wichtigen Themen in der Region teilgenommen. Die Stadt steht unter ukrainischer Kontrolle, ist aber ein bevorzugtes Ziel Moskaus. Die Einnahme von Mykolajiw würden den russischen Truppen den Weg nach Odessa, der wichtigsten ukrainischen Hafenstadt, freimachen.

"Wir haben den Zustand der Wirtschaft, die Wiederherstellung der Wasserversorgung und die Situation in der Landwirtschaft besprochen. Besonderes Augenmerk wurde auf Bedrohungen von Land und Meer gelegt", heißt es in der Beschreibung des Videos. Unter anderem ist zu sehen, wie Selenskyj den Militärgouverneur des Gebiets Mykolajiw, Witali Kim, und den Bürgermeister Olexander Senkewitsch auszeichnet.

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Kurz nach Kriegsbeginn hatten russische Truppen bei Cherson den Fluss Dnipro überschritten. In der Zeit schien auch das benachbarte Mykolajiw kurz vor dem Fall. Doch die ukrainischen Truppen konnten den russischen Vormarsch stoppen und teilweise sogar zurückdrängen. Derzeit laufen die Kämpfe entlang der Gebietsgrenzen zwischen Cherson und Mykolajiw.

Es ist nicht der erste Frontbesuch Selenskyjs. Der ukrainische Präsident hatte in der Vergangenheit bereits den Osten des Landes besucht. Dabei war er in Charkiw, Saporischschja und im Donbass-Gebiet. Auf der Gegenseite hat Russlands Präsident Wladimir Putin erst einen öffentlichen Auftritt mit Soldaten absolviert - als er Verletzte in einem Moskauer Krankenhaus besuchte.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa/rts

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