Politik

"Haben das verdient" Selenskyj fordert EU-Aufnahme im Eilverfahren

Am Wochenende telefonierten Wolodymyr Selenskyj und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen - beide Seiten könnten sich einen EU-Beitritt der Ukraine vorstellen, hieß es. Nun bekräftigt der ukrainische Präsident noch einmal: "Ich bin sicher, dass es möglich ist."

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die umgehende Integration seines Landes in die EU gefordert. "Wir wenden uns an die EU in Bezug auf eine unverzügliche Integration der Ukraine über ein neues Sonderverfahren", sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. "Ich bin sicher, dass das gerecht ist. Ich bin sicher, dass es möglich ist."

Die Ukraine müsse von der Europäischen Union im Rahmen eines Sonderverfahrens schnell aufgenommen werden, sagte Selenskyj. "Unser Ziel ist es, mit allen Europäern zusammen zu sein und, was am wichtigsten ist, gleichberechtigt zu sein", sagte er.

Er rief zudem kurz vor den geplanten Gesprächen mit Russland im ukrainisch-belarussischen Grenzgebiet die russischen Soldaten zur Waffenniederlegung auf. "Legt eure Waffen nieder, verschwindet von hier, glaubt nicht euren Kommandanten, glaubt nicht euren Propagandisten. Rettet einfach euer Leben", sagte er an die Streitkräfte gewandt auf Russisch. Seinen Angaben zufolge wurden im Krieg in der Ukraine bereits mehr als 4500 russische Soldaten getötet. Auf ukrainischer Seite seien in den vergangenen Tagen 16 Kinder durch Beschuss getötet und 45 weitere verletzt worden. Diese Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

In der belarussischen Grenzregion Gomel traf am heutigen Montag eine ukrainische Delegation zu Gesprächen mit russischen Vertretern ein. Die Ukraine hatte dem Treffen am Tag zuvor zugestimmt. Die russische Armee war vor fünf Tagen in die benachbarte Ukraine einmarschiert und griff seither Städte wie Kiew und Charkiw an.

Quelle: ntv.de, cls/AFP/dpa

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