Politik

Schwesig soll Meck-Pomm regieren Sellering tritt als Ministerpräsident zurück

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Sellering wünscht sich Manuela Schwesig als nachfolgende SPD-Landeschefin und Ministerpräsidentin.

(Foto: picture alliance / Bernd Wüstnec)

Wegen einer Krebserkrankung tritt Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident zurück. Er schlägt die Bundesfamilienministerin als Nachfolgerin vor. Auch für dieses Amt gibt es schon eine neue Kandidatin.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering tritt aus gesundheitlichen Gründen von all seinen Ämtern zurück. "Bei mir ist vor einigen Tagen völlig überraschend eine Lymphdrüsen-Krebserkrankung festgestellt worden, die umgehend eine massive Therapie erfordert", begründete der SPD-Politiker seinen Schritt. Er werde daher nicht mehr in der Lage sein, sein Amt als Regierungschef auszufüllen.

"Nach fast neun Jahren als Ministerpräsident scheide ich mit großer Dankbarkeit aus diesem Amt, das es mir ermöglicht hat, einen Beitrag für eine gute Zukunft unseres Landes zu leisten", erklärte Sellering weiter. Der 67-Jährige war erst vor zwei Wochen als Chef der SPD in Mecklenburg-Vorpommern im Amt bestätigt worden. Sellering führt die Landespartei seit 2007 und ist seit 2008 Regierungschef. Bei der Landtagswahl im vergangenen September hatte der gebürtige Westfale die Sozialdemokraten trotz Stimmenverlusten erneut zum Sieg geführt.

Sellering habe Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig als Nachfolgerin für beide Ämter vorgeschlagen, teilten der SPD-Landesverband und die Staatskanzlei in Schwerin mit. Informationen der dpa zufolge soll SPD-Generalsekretärin Katarina Barley neue Bundesfamilienministerin werden. Die Entscheidung über das Ministeramt soll noch im Laufe des Tages bekanntgegeben werden.

SPD-Chef Martin Schulz zollte Sellering "großen Respekt" für seinen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen. "Ich weiß, dass ihm diese Entscheidung nicht leichtgefallen ist", sagte er in Berlin. Schulz würdigte Sellering als "außergewöhnlichen Politiker" und "außergewöhnlichen Menschen".

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa/rts

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