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"Überhaupt keine Zweifel" Senatoren halten Kronprinzen für schuldig

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Die US-Senatoren haben keinen Zweifel, dass Kronprinz Mohammed bin Salman schuldig ist.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Hat der saudi-arabische Kronprinz den Mord am Journalisten Khashoggi angeordnet? Für die US- Senatoren ist die Sache klar, nachdem die CIA-Chefin mit ihnen Informationen zum Fall teilt. Nach dem Briefing stellen sich auch Republikaner offen gegen Trump.

US-Senatoren sind nach einem Geheimdienstbriefing überzeugt von einer Beteiligung des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman an der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Senat, der Republikaner Bob Corker, sagte: "Ich habe überhaupt keine Zweifel, dass der Kronprinz MbS die Tötung angeordnet hat, die Tötung überwacht hat, genau wusste, was passierte, und es vorab geplant hat. Wenn er vor einer Jury wäre, würde er innerhalb von 30 Minuten schuldig gesprochen." Damit stellte er sich offen gegen US-Präsident Donald Trump, der Zweifel an der Schuld des Kronzprinzen geäußert hat.

Die Chefin des Auslandsgeheimdienstes CIA, Gina Haspel, hatte eine Gruppe Senatoren hinter verschlossenen Türen über Erkenntnisse in dem Fall unterrichtet. Der republikanische Senator Lindsey Graham - eigentlich ein Verbündeter von Präsident Donald Trump - sagte danach mit Blick auf den verkürzt MbS genannten Kronprinzen: "Ich denke, dass er an der Ermordung von Herrn Khashoggi auf der höchstmöglichen Ebene beteiligt war." Graham fügte hinzu: "Es gibt null Möglichkeiten - null -, dass das in so einer organisierten Art passiert ist ohne den Kronprinzen."

Graham kündigte an, keine Waffenverkäufe an Saudi-Arabien mehr zu unterstützen, bis die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen worden sind. Trump hat mehrfach deutlich gemacht, dass er eine Mitschuld des Kronzprinzen nicht für erwiesen hält und die Partnerschaft sowie die Geschäfte mit Saudi-Arabien nicht riskieren möchte.

"Bewusst blind"

US-Außenminister Mike Pompeo hatte MbS am Samstag erneut in Schutz genommen. "Ich habe alle Geheimdienstinformationen gelesen, die im Besitz der Regierung der Vereinigten Staaten sind" sagte er. "Es gibt keinen direkten Beweis, der ihn mit dem Mord an Jamal Khashoggi verbindet." Graham sagte, er gehe davon aus, dass Pompeo den Vorgaben des Präsidenten folge. Man müsse "bewusst blind" sein, um nicht zu dem Schluss zu kommen, dass der Kronprinz in die Tat verstrickt sei.

Graham sprach sich für eine Resolution des Senats aus, in der der Kronzprinz als einer der Verantwortlichen für den Mord genannt wird. Gegen die Verantwortlichen müssen Sanktionen verhängt werden. Davon müsse auch die Botschaft ausgehen, dass der Mord an Journalisten nicht geduldet werden. "Wenn wir diese Botschaft nicht aussenden, machen wir die Welt wirklich zu einem gefährlicheren Ort."

Nachrichten an Kopf des Killerkommandos

Medienberichten zufolge geht die CIA mit "mittlerer bis hoher" Sicherheit davon aus, dass Saudi-Arabiens Kronprinz Khashoggis Tötung anordnete. So soll der Thronfolger vor und nach der Tat mindestens elf Nachrichten an seinen Berater Saud al-Kahtani verschickt haben, der das 15-köpfige Tötungskommando gesteuert haben soll.

Khashoggi war am 2. Oktober im saudiarabischen Konsulat in Istanbul verschwunden. Erst nach wochenlangem internationalem Druck gab Riad zu, dass Agenten des Königreichs den Journalisten töteten. Die saudiarabische Führung weist aber den Vorwurf zurück, die Tötung angeordnet zu haben. US-Präsident Donald Trump hat sich von den in Medienberichten enthüllten Erkenntnissen der CIA distanziert und hält an der engen Partnerschaft zu Saudi-Arabien fest.

Quelle: n-tv.de, hul/dpa/AFP

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