Politik

Polit-Krise in der Ostukraine Separatisten-Chef tritt nach Machtkampf ab

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Igor Plotnizki ist nach offiziellen Angaben aus "gesundheitlichen Gründen" zurückgetreten.

(Foto: AP)

Der Präsident der nicht anerkannten "Republik Lugansk" ist der Verlierer eines Machtkampfes unter den prorussischen Rebellen: Igor Plotnizki tritt laut seinem Geheimdienstchef von seinem Amt zurück. Offiziell werden "gesundheitliche Gründe" als Ursache genannt.

Inmitten eines Machtkampfes zwischen den prorussischen Separatisten in der Ostukraine ist der Führer der selbsternannten "Republik Lugansk", Igor Plotnizki, zurückgetreten. Er habe "gesundheitliche Gründe" für seinen Schritt genannt, sagte Geheimdienstchef Leonid Pasetschnik laut der Nachrichtenagentur der Separatisten. Bis zu Neuwahlen wird Pasetschnik demnach selbst die Amtsgeschäfte führen.

Plotnizki hatte am Montag versucht, seinen Innenminister Igor Kornet zu entlassen. Dieser weigerte sich jedoch, sein Amt niederzulegen und ließ zwei Tage lang hunderte bewaffnete Männer im Zentrum von Lugansk aufmarschieren. Daraufhin warf ihm Plotnizki einen bewaffneten Putschversuch vor.

Offenbar gelang es dem selbsternannten Präsidenten aber nicht, die Lage wieder unter seine Kontrolle zu bekommen. Russischen Medienberichten zufolge traf Plotnizki am Donnerstag in Moskau ein. Eine Sprecherin Plotnizkis wollte sich zu den Berichten am Freitag allerdings nicht äußern.

Im Osten der Ukraine herrscht seit mehr als drei Jahren ein blutiger Konflikt zwischen ukrainischen Regierungstruppen und prorussischen Rebellen der selbsternannten Republiken Lugansk und Donezk. Dabei wurden bislang mehr als 10.000 Menschen getötet. Die ukrainische Regierung, die EU und die USA werfen Russland vor, die Separatisten militärisch zu unterstützen. Moskau weist die Vorwürfe zurück.

Quelle: n-tv.de, kst/AFP