Politik

Übersicht der Bundesländer So viel Bußgeld wird für Maskenmuffel fällig

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Maskenpflicht gilt in Bus und Bahn in allen Bundesländern.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit Sachsen kündigt das nächste Bundesland Strafen für diejenigen an, die sich weigern, eine Alltagsmaske zu tragen. Damit gibt es nunmehr nur noch vier Länder, die noch keine Bußgelder planen. Bei der Höhe der Gebühren ist von 10 bis 500 Euro alles möglich. Eine Übersicht.

Vor dem Hintergrund steigender Corona-Fallzahlen hat sich nun auch Sachsen dazu entschlossen, bei Verstößen gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld von 60 Euro einzuführen. Das kündigte Sozialministerin Petra Köpping an. Die neue Verordnung soll ab 1. September gelten. Damit ist Sachsen das dann elfte Bundesland, in dem Maskenverweigerer Strafen zahlen müssen - wenn nicht noch Hamburg dem Freistaat zuvor kommt. In der Stadt an der Elbe ist ebenfalls ein Bußgeld in Planung.

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie gilt bundesweit eine Tragepflicht im Nahverkehr. Wie das gestaltet, kontrolliert und sanktioniert wird, ist aber den Ländern überlassen. Ein Blick in die verschiedenen Regionen Deutschlands zeigt: Die Bußgelder unterscheiden sich erheblich.

Baden-Württemberg: Die Landesregierung in Stuttgart hat die Strafen empfindlich erhöht. Lange galt ein Bußgeld in Höhe zwischen 25 und 250 Euro. Seit Mitte August werden mindestens 100 Euro fällig.

Bayern: In dem Freistaat sieht der Bußgeldkatalog beim Verstoß gegen die Maskenpflicht 150 Euro vor.

Berlin: In der Hauptstadt liegt der Strafrahmen zwischen 50 bis 500 Euro. Nach Angaben des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller werden die 500 Euro allerdings nur "bei dauerhafter Renitenz" erhoben.

Brandenburg: Die Potsdamer Landesregierung setzt in Sachen Maskenpflicht in Bus und Bahn auf Rauswurf statt Bußgeld. Wer keine Maske trägt, muss keine Strafe zahlen, aber das Fahrzeug verlassen.

Bremen: In der Freien Hansestadt ist derzeit kein Bußgeld im ÖPNV geplant. Die Diskussion darüber läuft aber.

Hamburg: Bisher werden Maskenverweigerer in Hamburg noch nicht zur Kasse gebeten. Eine Strafe in Höhe von 40 Euro wird aber laut Medienberichten vorbereitet.

Hessen: Das Bundesland hat die Bußgeldregeln in Bussen und Bahnen Mitte August verschärft. Wer keine Abdeckung für Mund und Nase trägt, muss 50 Euro zahlen. Bis dahin waren die Betroffenen einmal ermahnt worden, bevor eine Strafgebühr fällig wurde.

Mecklenburg-Vorpommern: Auch der Nordosten hat Mitte August die Strafen erhöht. Wer sich nicht an die Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr hält, dem drohen 150 Euro statt zuvor 25 Euro Bußgeld.

Niedersachsen: Angesichts steigender Neuinfektionszahlen plant Niedersachsen aktuell das Bußgeld von 20 auf 150 Euro zu erhöhen.

Nordrhein-Westfalen: Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen wird ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro fällig. Das wurde erst Anfang August mitgeteilt.

Rheinland-Pfalz: Maskenmuffel kommen hier vergleichsweise günstig davon. Wer in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Geschäften keine Maske trägt, der muss ein Verwarnungsgeld von zehn Euro berappen.

Saarland: Bußgelder wurden im Saarland zwar noch nicht beschlossen, Ministerpräsident Tobias Hans schließt aber höhere Strafen bei Verstößen gegen Corona-Vorschriften für Abstand, Hygiene und Maskenpflicht nicht aus.

Sachsen: Die Landesregierung hat aktuell angekündigt, ab 1. September Bußgelder in Höhe von 60 Euro einzuführen.

Sachsen-Anhalt: Wer gegen die Maskenpflicht verstößt, muss keine Strafe zahlen. Das soll laut Ministerpräsident Reiner Haseloff auch künftig so bleiben.

Schleswig-Holstein: Das nördlichste Bundesland bittet Maskenverweigerer in Bussen und Bahnen mit einem Bußgeld von 150 Euro zur Kasse. Das gilt zudem für Kunden in Geschäften und für Besucher von Pflegeheimen, die trotz wiederholter Aufforderung keinen Mund-Nasen-Schutz anlegen.

Thüringen: Hier gilt - wie in Sachsen geplant - ein Bußgeld von 60 Euro, wenn die Maske nicht getragen wird.

Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt ein konsequentes Durchgreifen bei Verstößen gegen die Corona-Regeln. "Ich bin da sehr dankbar, wenn Bußgelder verhängt werden auch für das Nichttragen von Masken oder ähnlichem. Das sind nicht einfach so Bagatelldelikte, sondern das sind immer wieder auch Gefährdungen der Mitmenschen." Bei einem Besuch in Düsseldorf erinnerte die Regierungschefin zudem daran, dass "erhebliche Bußgelder" drohen können, wenn Reiserückkehrer aus Risikogebieten sich nicht in Quarantäne begeben. Das sei keine Kann-Bestimmung.

Quelle: ntv.de, bea/dpa

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