Politik

"Hervorragende Arbeit" Söder schwärmt von Kramp-Karrenbauer

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Annegret Kramp-Karrenbauer und Markus Söder

(Foto: imago images/Jens Schicke)

Streit zwischen den Schwesterparteien CDU und CSU? Unter den Parteichefs Markus Söder und Annegret Kramp-Karrenbauer scheint das weit weg zu sein. Nun lobt Söder die Verteidigungsministerin für ihre "hervorragende Arbeit".

Nach Ansicht des bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chefs Markus Söder macht Annegret Kramp-Karrenbauer einen exzellenten Job. "Ich finde Annegret Kramp-Karrenbauer macht als Verteidigungsministerin in schwieriger Zeit eine hervorragende Arbeit", sagte er beim Ludwig-Erhard-Gipfel in Tegernsee im Gespräch mit ntv-Kolumnist Wolfram Weimer. Rückblickend auf die schwere Krise zwischen den Schwesterparteien CDU und CSU fügte er hinzu: "Ich bin froh, dass CDU und CSU heute anders zusammenarbeiten als das vor einem Jahr der Fall war."

"Dankbar" sei er auch, "dass Annegret Kramp-Karrenbauer gesagt habe, man könne überlegen, sich an der ein oder anderen Stelle noch mal zu verstärken", sagte Söder hinsichtlich einer von ihm vorgeschlagenen Umbildung des Kabinetts. Beim Klausurtreffen der CSU in Seeon hatte Kramp-Karrenbauer eine solche Neubesetzung von Ministerposten nicht ausdrücklich ausgeschlossen. Wörtlich sagte sie damals: "Das ist eine Möglichkeit, die Markus Söder ins Spiel gebracht hat." Darüber werde man in den kommenden Monaten sprechen.

Auf seine möglichen Ambitionen für eine Kanzlerkandidatur angesprochen, reagierte er gewohnt zurückhaltend. "Die Frage muss entschieden werden, dann, wenn es auch zur Entscheidung kommt. Mein Platz ist in Bayern", sagte er. Ein prominenter Parteikollege hatte ihm am Morgen in dieser Frage eine Abfuhr erteilt. Der ehemalige CSU-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hatte sich im "ntv Frühstart" klar für Friedrich Merz als künftigen Kanzlerkandidaten ausgesprochen. "Momentan sehe ich da einen, das ist Friedrich Merz", sagte er. Söder traue er diese Rolle nicht zu. "Der muss erst mal Ministerpräsident können", sagte Guttenberg. "Jetzt mal ehrlich: Wie lange ist der im Amt? Anderthalb Jahre? Dann glaube ich, kommt der Sprung auf die nächste Ebene ein bisschen früh."

Quelle: ntv.de, bdk