Politik

Vorfall bei Auftritt in NRW Spahn von Corona-Kritiker bespuckt

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Jens Spahn bei einem Auftritt in Moers am Freitag.

(Foto: imago images/Revierfoto)

Gesundheitsminister Spahn ist zur Zielscheibe wütender Corona-Demonstranten geworden. Bei einem Auftritt in Bergisch Gladbach wird der CDU-Politiker beleidigt und angespuckt. Bereits einige Tage zuvor kam es bei Spahn-Auftritten in NRW zu Zwischenfällen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist einem Bericht zufolge bereits am Samstag bei einem Wahlkampfauftritt in Bergisch-Gladbach bespuckt worden. Der CDU-Politiker habe dies der "Rheinischen Post" bestätigt, berichtete die Zeitung. Spahn sei bei dem Versuch, mit aufgebrachten Gegnern der Corona-Maßnahmen ins Gespräch zu kommen, auch wüst beschimpft worden.

Der Minister sagte der Zeitung, man müsse das Gespräch mit denen suchen, die unzufrieden mit der Corona-Politik seien. Diskussionen gehörten zur Demokratie. "Sie funktionieren aber nur, wenn beide Seiten bereit sind, zuzuhören. Aber wenn geschrien, gespuckt und gepöbelt wird, geht's halt leider nicht." Die Zeitung "Express" berichtete, Spahn sei am Samstag in der Kreisstadt in Nordrhein-Westfalen gewesen, um seinen Parteifreund Christian Buchen im Wahlkampf um das Bürgermeisteramt zu unterstützen.

Ermittlungen der Polizei in Wuppertal

Schon am Montag kam es bei Auftritten Spahns zu Zwischenfällen. In Wuppertal ermittelt die Polizei gegen eine Frau und einen Mann, die den Wagen des Ministers blockiert haben sollen. Die Behörden ermitteln auch wegen einer nicht angemeldeten Versammlung gegen Unbekannt: Laut Polizei hatten sich zunächst rund 20, später etwa 50 Menschen eingefunden, die lautstark gegen Spahns Corona-Politik protestierten.

Auf Videos im Internet ist zu sehen, wie Spahn unter anderem lautstark beschimpft wird. Laut "Westdeutscher Zeitung" sagte der Minister, "dass der eine den anderen niederbrüllt, ist nicht die Art der Diskussion, die uns am Ende weiterbringt." Der eigentlich auf einem Platz geplante Auftritt in Wuppertal wurde letztlich in ein nahes CDU-Büro verlegt.

Wenige Stunden später kam es in Dortmund zu einem weiteren Vorfall: Ein Mann stellte sich in die bereits geöffnete Tür von Spahns Wagen und ließ ihn nicht einsteigen, während er etwas von einem Zettel ablas. Polizisten ergriffen den Mann und trugen ihn weg. In diesem Fall wurde laut Dortmunder Polizei keine Anzeige erstattet. Man habe die Situation "kommunikativ" aufgelöst.

Quelle: ntv.de, jpe/rts/dpa