Politik

Festnahme auf Gran Canaria Spanische Polizei fasst Terrorverdächtigen

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Die Festnahme erfolgte in Las Palmas auf Gran Canaria.

(Foto: imago/imagebroker)

Die Polizei in Spanien nimmt einen 33-Jährigen fest und verhindert damit womöglich einen Anschlag. Die Ermittler greifen auf der Urlaubsinsel Gran Canaria zu. Der Marokkaner soll ein IS-Anhänger sein und einen "Aufsehen erregenden Anschlag" geplant haben.

Die Polizei hat in Spanien nach eigenen Angaben einen möglichen Terroranschlag verhindert. Vom Innenministerium hieß es, in Las Palmas auf der Insel Gran Canaria sei ein Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen worden. Es handelt sich demzufolge um einen 33-jährigen Marokkaner. Der Dschihadist habe "seine klare Absicht bekundet, einen großen und Aufsehen erregenden Anschlag verüben zu wollen", hieß es.

Der Mann habe sich in Spanien illegal aufgehalten und sei seit 2012 von den Behörden beobachtet worden, so das Ministerium. Im Laufe der Zeit habe er sich immer mehr radikalisiert. Im Internet hat er den Angaben zufolge unter anderem Terroranschläge und den IS bejubelt, gewalttätige Videos gepostet und auch Fotos von sich, seiner Frau und seinem kleinen Sohn veröffentlicht, wie sie Stichwaffen präsentierten. Trotz Maskierungen sei der Mann identifiziert worden, hieß es.

Neben dem Marokkaner wurde laut den Behörden in Bilbao im Norden des Landes ein weiterer mutmaßlicher Dschihadist gefasst. Der 44-jährige Mann aus Algerien werde unter anderem der Terrorverherrlichung bezichtigt, hieß es. Das Innenministerium betonte, seit der Anhebung des Terroralarms auf die zweithöchste Stufe 4 im Sommer 2015 seien in Spanien bisher insgesamt 188 Dschihadisten festgenommen worden.

Quelle: ntv.de, hul/dpa