Politik

Sieben Verdächtige in LyonStaatsanwalt ermittelt nach Tod eines rechten Aktivisten wegen Mordes

20.02.2026, 07:48 Uhr
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"Die LFI tötet" steht dort, wo in Lyon ein rechter Aktivist zusammengeschlagen worden war. (Foto: picture alliance / Hans Lucas)

Ein französischer Student wird in Lyon verprügelt und stirbt. Der Mann ist ein rechter Aktivist. Die Täter? Kommen wohl aus dem Umfeld der Linkspartei LFI. Die Tat ruft die französische Staatsanwaltschaft auf den Plan, aber auch die italienische Ministerpräsidentin Meloni.

Nach dem Tod eines rechten Aktivisten in Lyon ermittelt die französische Staatsanwaltschaft wegen vorsätzlichen Mordes gegen sieben Tatverdächtige. Der Mann war am Rande einer Veranstaltung der französischen Linkspartei zusammengeschlagen worden. Die Festgenommenen im Alter von 20 bis 26 Jahren würden dem Haftrichter vorgeführt, sagte Staatsanwalt Thierry Dran. Einige von ihnen haben demnach eingeräumt, den Studenten geschlagen zu haben, bestreiten aber eine Tötungsabsicht. Nach weiteren Beteiligten fahndet die Polizei noch. Vier weitere Festgenommene, die nicht direkt an der Attacke beteiligt waren, kamen wieder auf freien Fuß.

Frankreichs Linkspartei La France Insoumise (LFI) ist nach dem tödlichen Angriff verstärkt unter Druck geraten. Konservative und rechte Politiker mutmaßen, ein linksradikaler Schlägertrupp mit Verbindungen zur Linkspartei habe den 23-jährigen Aktivisten vor einer Woche am Rande einer rechten Kundgebung gegen den Auftritt der LFI-Europaabgeordneten Rima Hassan in Lyon erschlagen.

Der Staatsanwalt sagte, bei einem der Festgenommenen handele es sich um einen parlamentarischen Mitarbeiter eines Abgeordneten der Linksfraktion. Drei der Festgenommenen rechneten sich der radikalen Linken zu.

"Keine Gruppe, die Gewalt anwendet, hat in der Republik Legitimität", sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. "Die extremen Parteien müssen aufräumen, die extreme Linke natürlich, aber die anderen extremen Parteien und extrem Rechte ebenfalls, die in ihren Reihen manchmal Aktivisten haben, die Gewalt rechtfertigen."

Macron ärgerte, dass Italiens rechte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni den Tod des französischen Aktivisten als "eine Wunde für ganz Europa" bezeichnete und von ideologischem Hass überwältigte Linksextremisten dafür verantwortlich machte. Die Nationalisten, die bei sich ungestört bleiben wollten, seien immer die Ersten, die kommentierten, was woanders geschehe, sagte Macron. "Bleibt alle zu Hause, dann sind die Schafe gut gehütet."

Quelle: ntv.de, lwe/dpa

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