Politik

Gescheiterter Kanzlerkandidat Steinbrück wechselt in die Comedy-Branche

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Versteht offensichtlich Spaß: Ex-SPD-Minister Peer Steinbrück (links).

(Foto: picture alliance / dpa)

Nach seinem Rückzug aus der Politik betritt Ex-SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück neues Terrain: Zusammen mit Kabarettist Florian Schroeder geht er laut einem Bericht mit einer Satire-Show auf Tournee. Die Zusammenarbeit hat eine Vorgeschichte.

Vor vier Jahren hätte er fast den Sprung ins höchste politische Amt geschafft: Nun orientiert sich Ex-SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück beruflich offenbar neu. Der frühere Bundesfinanzminister geht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" zufolge im Juli zusammen mit dem Kabarettisten Florian Schroeder mit einer Satire-Show auf Tournee.

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Demnach verspricht das Programm die "lustigste Wahlkampfveranstaltung" des Sommers - "garantiert ohne Wahlwerbung, Sonnenschirm und Kugelschreiberverteilung". Für Anfang Juli sind dem Bericht zufolge Hallen in Berlin, Hamburg und Köln gebucht. Der Vorverkauf habe gerade begonnen.

Steinbrück hatte sein Bundestagsmandat im vergangenen Herbst niedergelegt. Danach wurde er Vorstandsberater bei der niederländischen Bank ING Diba. Bei der jüngsten Bundestagswahl im Jahr 2013 war er als Kanzlerkandidat für die SPD deutlich an der amtierenden Bundeskanzlerin Angela Merkel von der CDU gescheitert.

"Dann machen wir das"

Sein künftiger Comedy-Kompagnon Florian Schroeder wiederum ist bekannt für Imitationen von Politikern und anderen Personen des öffentlichen Lebens. In einem Interview sagte er mal, dass Angela Merkel zu seinen Lieblingsparodien gehöre. Schroeder erhielt mehrere Kabarettpreise und ist auch als Moderator bei mehreren Fernsehsendern aufgetreten.

Die geplante Zusammenarbeit von Steinbrück und Schroeder hat eine Vorgeschichte: Bei einem Besuch in Schroeders Satire-Show für Radio Eins im vergangenen Herbst hatte Steinbrück bei einem Glas Weißwein versprochen: "Wenn Sie mir sagen, wir gehen auf Tournee, dann machen wir das." Was zunächst wie eine launige Bemerkung klang, wird nun wohl Ernst.

Quelle: n-tv.de, kst

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