Politik

Kein "irreparabler Schaden" Stormy-Anwalt darf weiter über Affäre reden

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Michael Avenatti vertritt Pornodarstellerin Stormy Daniels im Kampf gegen Donald Trump.

(Foto: AP)

Der Skandal um Stormy Daniels zieht weitere Kreise. Trumps Anwalt Michael Cohen will nicht, dass sich der Anwalt der Pornodarstellerin in der Presse zu dem pikanten Fall äußert. Doch verbieten kann er es ihm nicht, entscheidet nun ein Gericht.

Im Streit über eine angebliche Affäre mit der Pornodarstellerin Stormy Daniels ist der Anwalt von US-Präsident Donald Trump mit einem Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen den Anwalt der Schauspielerin gescheitert. Ein Bundesgericht in Los Angeles wies den Antrag von Trumps Anwalt Michael Cohen gegen Daniels' Anwalt Michael Avenatti ab. Der Richter S. James Otero erklärte, Cohen habe nicht hinreichend belegen können, dass ihm durch Äußerungen Avenattis ein "irreparabler Schaden" entstehe.

Cohen wollte Avenatti mit der einstweiligen Verfügung daran hindern, sich weiter in Interviews über Cohen und den Rechtsstreit mit Stormy Daniels zu äußern. Vor zwei Wochen hatte ein New Yorker Richter mehr Zurückhaltung von Avenatti verlangt.

Die Pornodarstellerin, die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt, hatte nach eigenen Angaben 2006 eine Affäre mit Trump. Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl unterzeichnete Clifford eine Vereinbarung mit Trumps Anwalt Cohen, in der sie sich verpflichtete, das angebliche Abenteuer nicht auszuplaudern. Im Gegenzug zahlte Cohen ihr 130.000 Dollar. Clifford will aus der Schweigevereinbarung aussteigen und ist deswegen vor Gericht gezogen.

Das Weiße Haus hat die Affäre wiederholt dementiert. Trump hatte zunächst bestritten, von der Überweisung gewusst zu haben. Später räumte er aber ein, er habe seinem Anwalt das Geld erstattet.

Quelle: n-tv.de, uzh/AFP

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