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Viele Anträge aus Niedersachsen Tausende Bauern beantragen Dürrehilfen

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Ein Feld mit vertrockneten Maispflanzen in Bayern.

picture alliance/dpa

2018 ist ein extrem trockenes Jahr, das bekommen vor allem die Landwirte zu spüren. Sie müssen teils hohe Ernteausfälle hinnehmen. Staatshilfen sollen den finanziellen Verlust kompensieren. Zahlen zeigen nun, wie oft die Hilfe beantragt wird.

Mehrere Tausend Bauern haben schon Dürrehilfen beantragt oder sich dafür registriert. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf vorläufige Zahlen aus sieben Bundesländern. Insgesamt nehmen 14 Bundesländer an dem gemeinsamen Hilfsprogramm mit dem Bund teil; zur Verfügung stehen insgesamt 340 Millionen Euro.

Das Saarland und Rheinland-Pfalz hatten keinen Bedarf angemeldet. Die Meldefristen sind in den übrigen Bundesländern sehr unterschiedlich, wie die Zeitung berichtete. In Bayern könnten Bauern erst seit Kurzem überhaupt Anträge stellen. Die Landwirte müssen unter anderem nachweisen, dass sie in Folge des Dürresommers in ihrer Existenz bedroht sind.

Allein in Niedersachsen meldeten laut "NOZ" bislang 1700 Landwirte Hilfebedarf nach den extrem trockenen Sommermonaten an. Die durchschnittlich beantragte Nothilfe belaufe sich auf 20.000 Euro pro Betrieb, berichtete die Zeitung unter Berufung auf das Landwirtschaftsministerium in Hannover.

In Sachsen-Anhalt gingen laut Bericht bislang 756 Anträge ein, die Landwirtschaftskammer in Nordrhein-Westfalen verzeichnete 795 Vormerkungen für Dürrehilfen. Sachsen teilte mit, dass derzeit insgesamt 170 Gesuche bearbeitet würden, die Antragshöhe belaufe sich auf insgesamt 19,6 Millionen Euro. 21 Anträge seien bereits bewilligt und etwa 1,5 Millionen Euro ausgezahlt worden.

Mecklenburg-Vorpommern meldete 450 Anträge, die geforderte Unterstützung belaufe sich auf 34 Millionen Euro. Schleswig-Holstein und Hessen berichteten der "NOZ" von bislang jeweils 150 Anträgen.

Quelle: n-tv.de, kpi/AFP

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