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Klimaaktivistin Greta wohlauf Thunberg-Team weist Kritik an Flügen zurück

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Thunberg beim Auslaufen aus dem Hafen von Plymouth

(Foto: REUTERS)

Greta Thunberg segelt nach New York, anstatt zu fliegen. Medienberichte, wonach der Segeltörn dennoch Flugreisen nach sich zieht, irritieren die junge Schwedin und ihre Crew nicht - im Gegenteil. Skipper Herrmann gibt Einblicke in den Alltag an Bord.

Klimaaktivistin Greta Thunberg kommt auf ihrer Reise nach New York an Bord der Segeljacht "Malizia" gut voran. Eine Woche nach ihrem Start im englischen Plymouth befindet sich die Besatzung im Zeitplan. "Wir sind happy mit dem Wetter und den weiteren Aussichten", sagte der Hamburger Skipper Boris Herrmann am Telefon. Rund 1500 Seemeilen hat die "Malizia" geschafft, etwa 1700 Seemeilen sind es noch.

Auch an Bord wurde die Kritik an dem Segeltörn vernommen, dass dieser mittelbar doch mehrere Transatlantik-Flüge nach sich ziehe. Herrmann und Co-Skipper Pierre Casiraghi treten laut der Tageszeitung "taz" die Rückreise per Flugzeug an, weitere Teammitglieder sollen das Boot von New York nach Europa zurückbringen, zuvor müssten sie in die USA fliegen.

Herrmann sagte dazu: "Grundsätzlich finden wir es aber positiv, dass man sich mit dem Fliegen auseinandersetzt und Flüge als Problem erkennt. Das ist es ja, was wir wollen." Weiter sagte er: "Unsere Flüge ändern nichts daran, dass Greta emissionsfrei nach New York kommt. Wir selbst sind ohnehin ein Rennteam und würden sonst in dieser Zeit trainieren und auch fliegen."

Streik-Jubiläum nicht gefeiert

Nach aktueller Prognose wird die "Malizia" am 27. oder 28. August in New York eintreffen. "Wir segeln in angenehmen Winden um 13 Knoten, die Sonne scheint", sagte der 38-Jährige. Herrmann und der Monegasse Casiraghi bringen Thunberg, ihren Vater Svante und den Filmemacher Nathan Grossman auf ihrer Rennjacht in die USA. Thunberg will dort im September am UN-Klimagipfel teilnehmen.

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Das einjährige Jubiläum des ersten Schulstreiks der 16-Jährigen wurde am Dienstag an Bord nicht gefeiert. "Es gab ein paar gute Gespräche über ein verrücktes Jahr, in dem viel passiert ist, aber weder Sekt noch Kuchen", berichtete Herrmann. Die Jacht wird seit dem Ablegen ausschließlich vom Autopiloten gesteuert, über den Herrmann und Casiraghi wachen.

Ihr prominenter Gast hat sich laut Herrmann "gut eingegrooved": "Greta war anscheinend nicht seekrank. Wenn, dann nur ein ganz bisschen. Sie ist hart im Nehmen." Die drei Atlantik-Novizen interessieren sich Herrmann zufolge für den Bordalltag, schauen den beiden Profiseglern beim Navigieren über die Schulter und genießen den Anblick von Delfinen, seltenen Seevögeln oder sogar einen an Deck gelandeten fliegenden Fisch.

Für Greta Thunberg sei die Reise ganz sicher ein Erlebnis, sagte Herrmann. Sie sauge alle Eindrücke auf. Und: "Es ist sicher auch schön für sie, einmal abschalten und sich von allem erholen zu können. Sie wirkt glücklich." Thunberg selbst scheint ebenfalls mit der Reise zufrieden zu sein. "Tag 7. Ungefähr halber Weg über den Atlantischen Ozean. Sehr angenehme Bedingungen", schrieb die 16-Jährige zu einem Bild von sich im T-Shirt auf Twitter.

Quelle: n-tv.de, shu/dpa

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