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Tunesien erhöht Schutz Tote von Sousse sind identifiziert

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Mehr Sicherheitskräfte sollen den Urlaubern ihr Vertrauen zurückgeben. Touristen sind die wichtigste Einnahmequelle für Tunesien.

(Foto: AP)

Die Identifizierung der Opfer des Terroranschlags im tunesischen Badeort Sousse zieht sich über Tage hin. Nun gibt es für die Angehörigen Gewissheit. Die Behörden wollen einen Touristenexodus verhindern und stellen 1000 zusätzliche Sicherheitskräfte ab.

Alle bei dem Attentat auf den tunesischen Badeort Sousse getöteten Touristen sind identifiziert worden. Unter den Opfern sind 30 Briten, wie das tunesische Gesundheitsministerium mitteilte. Außerdem starben zwei Deutsche, drei Iren, ein Russe, ein Belgier und ein Portugiese. 39 Menschen wurden verletzt, darunter ebenfalls eine Deutsche.

Ein 24 Jahre alter Student hatte am vergangenen Freitag am Strand von Sousse das Feuer auf die Urlauber eröffnet und 38 Touristen getötet, bevor er selbst erschossen wurde. Er soll Verbindungen zu radikalen Gruppen gehabt haben.

Ein Sprecher des tunesischen Innenministeriums sagte dem Radiosender Shems FM, alle Opfer seien mit derselben Waffe erschossen worden. Der Attentäter habe außerdem eine Handgranate eingesetzt. In den vergangenen Tagen gab es immer wieder Spekulationen über einen zweiten Schützen. Tunesiens Regierung hatte am Montag die Festnahme mehrerer Verdächtiger gemeldet, die den Attentäter unterstützt haben sollen. Einzelheiten nannte sie nicht, auch nicht die Zahl der Festgenommenen.

Land will Urlauber halten

Tunesien hat nach Angaben des Innenministeriums nun damit begonnen, Touristenziele stärker zu schützen. Dafür will die Regierung 1000 zusätzliche Sicherheitskräfte einsetzen. Mit dieser Maßnahme will sie verhindern, dass die Zahl der Urlauber in Tunesien einbricht. Unmittelbar nach dem Anschlag reisten zahlreiche Urlauber ab. Der Tourismus gehört zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen im Land.

Das Attentat von Sousse war bereits der zweite schwere Anschlag in diesem Jahr. Im März hatten zwei Bewaffnete im Nationalmuseum Bardo in Tunis mehr als 20 Menschen erschossen, die meisten von ihnen Touristen.

Quelle: n-tv.de, nsc/dpa

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