Politik

Wahlkampfhilfe von Moskau Trump-Berater weist Gerüchte zurück

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Will Russlands Präsident Putin (li.) Trump bei der kommenden Wahl zum Sieg verhelfen?

(Foto: dpa)

Donald Trump kämpft gegen den Ruf, ein Präsident von Putins Gnaden zu sein. Russland hat wohl im US-Wahlkampf 2016 mitgemischt und will das angeblich auch 2020 tun. Das Weiße Haus will von entsprechenden Berichten nichts wissen.

Der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump hat Berichte über eine erneute russische Wahlkampfeinmischung zugunsten seines Chefs zurückgewiesen. Er habe "keine Geheimdienstinformationen gesehen, dass Russland irgendetwas unternimmt, um eine Wiederwahl von Präsident Trump zu erreichen", sagte Robert O'Brien im Fernsehsender ABC. Derartige Berichte seien eine Falschmeldung.

Laut der "Washington Post" und der "New York Times" hatte die ranghohe Geheimdienstvertreterin Shelby Pierson die Abgeordneten des Geheimdienstausschusses des Repräsentantenhauses am 13. Februar in einer vertraulichen Unterrichtung darüber informiert, dass Russland sich in die Präsidentschaftswahl im November einmischen wolle. Moskau habe eine Präferenz für Amtsinhaber Trump.

O'Brien sagte bei ABC, er habe nicht mit Pierson gesprochen. Er sei aber von Piersons Chef Joseph Maguire und von CIA-Chefin Gina Haspel informiert worden. Dabei habe er keine solche "Analyse" gehört und auch keine Geheimdienstinformationen über russische Einmischungsversuche gesehen. Trump hat die Zeitungsberichte bereits am Freitag zurückgewiesen. Er sprach bei Twitter von einer "neuen Desinformationskampagne" der oppositionellen Demokraten und einem erneuten "Schwindel".

Die US-Geheimdienste waren schon früher zu dem Schluss gekommen, dass Moskau 2016 zugunsten des Kandidaten Trump in den Wahlkampf eingegriffen hatte. Trump weist diese Einschätzung der US-Sicherheitsbehörden zurück - wohl auch, weil sie seinen überraschenden Wahlerfolg gegen die Demokratin Hillary Clinton schmälern würde.

Der Präsident soll Medienberichten zufolge erbost über die Geheimdienst-Unterrichtung der Abgeordneten am 13. Februar gewesen sein. Laut "Washington Post" war dies vermutlich auch der Grund dafür, dass Trump am Mittwoch den amtierenden Geheimdienstdirektor Maguire durch den US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, ersetzte.

Quelle: ntv.de, ino/AFP