Politik

Kuriose Boykottdebatte Trump-Familie macht Werbung für Bohnen

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Donald Trump und seine Tochter Ivanka sind sich offenbar einig, was ihre Essensvorlieben angeht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Weil der Chef eines Lebensmittelkonzerns Fan von Donald Trump ist, rufen Latinos zum Boykott auf. Der US-Präsident und seine Tochter Ivanka preisen daraufhin Bohnen, Kokosmilch und Kekse in sozialen Netzwerken an.

US-Präsident Donald Trump und seine Tochter Ivanka haben sich in eine Boykottdebatte über einen für lateinamerikanische Lebensmittel bekannten Konzern eingeschaltet. Der Präsident veröffentlichte bei Instagram ein Foto von sich im Oval Office mit einer Reihe von Produkten des US-Unternehmens Goya. Trump lächelt auf der Aufnahme und reckt beide Daumen in die Höhe.

Goya Foods, dessen Chef den Präsidenten in höchsten Tönen gelobt und damit Boykottaufrufe provoziert hatte, gehe es "großartig", schrieb Trump bei Twitter. Die "Schmutzkampagne" der "radikalen Linken" sei nach hinten losgegangen, die Menschen würden "wie verrückt" Goya-Produkte kaufen.

Auch seine Tochter Ivanka ergriff für Goya Partei: Die 38-Jährige veröffentlichte auf Twitter ein Foto von sich, in dem sie wie ein Werbemodel eine Goya-Dose mit schwarzen Bohnen in der Hand hält. Dazu schrieb die Präsidententochter, die ihrem Vater auch offiziell als Beraterin dient, den Goya-Werbespruch "Wenn es Goya ist, muss es gut sein." Das trug ihr Vorwürfe ein, gegen Ethik-Richtlinien zu verstoßen, die Staatsbediensteten jegliche Werbung verbieten.

Hintergrund sind Boykottaufrufe gegen das Unternehmen, das neben Konserven auch viele weitere Lebensmittel wie Reis, Tortillas, Soßen und Tiefkühlprodukte anbietet, die in den USA insbesondere bei Latinos beliebt sind. Goya-Chef Robert Unanue hatte kürzlich gesagt, die Hispano-Gemeinschaft im Land sei durch Trumps Präsidentschaft "gesegnet".

Das sorgte für scharfe Kritik, weil Trump für einen einwanderungsfeindlichen Kurs bekannt ist und in der Vergangenheit immer wieder Stimmung gegen Migranten aus Mexiko und anderen lateinamerikanischen Ländern gemacht hatte. In den sozialen Netzwerken wurden unter dem Hashtag #BoycottGoya Aufrufe laut, keine Produkte des Herstellers mehr zu kaufen.

Quelle: ntv.de, bea/AFP