Politik

"Das Beste für Amerikas Zukunft" Trump Jr. fordert "totalen Krieg" um Wahl

Der Stimmenvorsprung von Donald Trump in den umkämpften Bundesstaaten Pennsylvania und Georgia schmilzt dahin. Sein ältester Sohn fordert ihn nun auf, den "totalen Krieg" zu eröffnen. Es sei nun an der Zeit "aufzuräumen", posaunt der 42-Jährige auf Twitter.

Im Streit um den Ausgang der US-Wahl hat Präsidentensohn Donald Trump Jr. seinen Vater aufgerufen, einen "totalen Krieg" zu eröffnen. "Das Beste für Amerikas Zukunft wäre es, wenn Donald Trump über diese Wahl in den totalen Krieg zieht", twitterte der 42-Jährige. Der Präsident müsse "all den Betrug und Schummeleien offenlegen". Dazu gehörten die Stimmen von Wählern, die tot seien oder nicht mehr im jeweiligen Bundesstaat lebten, behauptete der älteste Trump-Sohn. Es sei an der Zeit, "aufzuräumen und nicht mehr auszusehen wie eine Bananenrepublik".

Er warf außerdem Parteikollegen seines Vaters vor, "nichts zu unternehmen", sich also nicht ausreichend hinter den Präsidenten zu stellen. Twitter verbarg die Kurzbotschaft hinter dem Warnhinweis, dass der Inhalt "umstritten und möglicherweise irreführend" sei.

Bisher wurden keine nennenswerten Fälle von Wahlbetrug in den USA bekannt. Schon seit Monaten hatte Trump ohne Beleg behauptet, bei Briefwahl sei die Betrugsgefahr höher und weigerte sich, eine friedliche Machtübergabe zu garantieren.

Trump steht mit dem Rücken zur Wand: In den Bundesstaaten Pennsylvania und Georgia schrumpft aktuell sein anfänglicher Vorsprung, je mehr per Post eingegangene Stimmzettel ausgewertet werden. Er hat derzeit nur 213 der 270 für einen Sieg notwendigen Wahlleute beisammen. Sein Herausforderer Joe Biden kommt nach jetzigem Stand auf mindestens 253 Wahlleute. Wird der Bundesstaat Arizona hinzugerechnet, in dem einige Medien Biden bereits zum Sieger ausgerufen haben, sind es 264.

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Anhänger der Demokratischen Partei hatten angesichts der Corona-Gefahr stärker zur Briefwahl gegriffen als die Republikaner. In Pennsylvania sollen noch die Stimmzettel gezählt werden, die bis zu drei Tage nach dem Wahltermin am 3. November eintreffen. Die US-Post hatte in den vergangenen Monaten mit Verzögerungen gearbeitet.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP