Politik

US-Angriff auf VenezuelaTrump: Maduro gefasst und außer Landes gebracht

03.01.2026, 10:26 Uhr
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Nicolas Maduro wurde offenbar festgenommen und aus Venezuela gebracht. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die USA haben ihre Drohungen wahr gemacht und Luftangriffe auf Venezuela geflogen. Laut Präsident Trump wurde zudem Venezuelas Staatschef Maduro festgenommen.

US-Präsident Donald Trump hat einen US-Angriff auf Venezuela bestätigt. "Die Vereinigten Staaten von Amerika haben erfolgreich einen groß angelegten Angriff gegen Venezuela und dessen Staatschef, Präsident Nicolas Maduro, durchgeführt", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Maduro sei "zusammen mit seiner Frau festgenommen und aus dem Land geflogen" worden, schrieb der US-Präsident weiter. Wo sich beide derzeit befinden, ist unklar.

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Laut Trump wurde die Operation "in Zusammenarbeit mit den US-Strafverfolgungsbehörden durchgeführt". Für 11 Uhr Ortszeit (17 Uhr MEZ) kündigte Trump eine Pressekonferenz in seinem Domizil Mar-a-Lago an. Trump schloss den Post mit "Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Präsident DONALD J. TRUMP".

Der republikanische Senator Mike Lee erklärte bei X, US-Außenminister Marco Rubio habe ihm in einem Telefonat über das Ende des US-Einsatzes informiert. Rubio gehe von keinen weiteren US-Angriffen auf Venezuela aus. US-Vizeaußenminister Christopher Landau sprach von einer "neuen Ära" in Venezuela. "Der Tyrann ist weg. Er wird sich - endlich - für seine Verbrechen vor der Justiz verantworten müssen", schrieb Landau auf X.

Luftangriffe mitten in der Nacht

Venezuelas Hauptstadt Caracas war seit etwa 2 Uhr Ortszeit (7 Uhr MEZ) von schweren Explosionen erschüttert worden. Die venezolanische Regierung warf der US-Regierung einen "schweren militärischen Angriff" vor, der sich gegen "zivile und militärische Orte in Caracas und den Bundesstaaten Miranda, Aragua sowie La Guaira rund um Caracas" gerichtet habe. Venezuela erklärte den Ausnahmezustand und eine Mobilisierung des ganzen Landes zur Abwehr.

Seit September haben die US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler im Ostpazifik und in der Karibik angegriffen. Am Montag hatte sich Trump über einen Angriff geäußert, bei dem es sich womöglich um den ersten US-Angriff an Land in dem Konflikt mit Venezuela handelte. Demnach wurde eine Anlegestelle für mutmaßliche venezolanische Drogenboote zerstört.

Trump hat Venezuela immer wieder vorgeworfen, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Bereits im Dezember hatte der US-Präsident gesagt, die Tage von Maduro, der auch von vielen europäischen Staaten nicht als rechtmäßiger Präsident Venezuelas anerkannt wird, seien "gezählt".

Quelle: ntv.de, mli/AFP

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