Politik

Keine Berichte von Auftritten Trump-Team verbannt Bloomberg News

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Ein Bild aus vergangenen Tagen: Donald Trump und Michael Bloomberg im Jahr 2002.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Im nächsten Herbst wählen die Amerikaner einen neuen Präsidenten. Aufseiten der Demokraten bewirbt sich der einflussreiche Medienunternehmer Bloomberg um die Kandidatur. Seinem Widersacher, Amtsinhaber Trump, passt die Gemengelage nicht. Er entschließt sich zu einem drastischen Schritt.

Reporter der Nachrichtenagentur Bloomberg des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Michael Bloomberg sollen keinen Pressezugang zu den Wahlkampfveranstaltungen von Amtsinhaber Donald Trump erhalten. Der Wahlkampfmanager des Republikaners, Brad Parscale, erklärte, Bloomberg News habe "ihre Parteilichkeit offen bekannt gegeben". Daher werde sie keine Akkreditierung für Trumps Wahlkampfauftritte und andere Veranstaltungen bekommen. Ob und wie das Team mit Anfragen des Medienkonzerns oder einzelnen seiner Reporter umgehe, werde von Fall zu Fall entschieden.

Der frühere New Yorker Bürgermeister Bloomberg hatte vor wenigen Tagen offiziell verkündet, dass er ins Präsidentschaftsrennen seiner Partei einsteigen will und Trump bei der Wahl 2020 herausfordern möchte. Der 77-Jährige ist Gründer des nach ihm benannten Finanz- und Medienunternehmens und gilt als einer der reichsten Männer der Welt.

Bloomberg News kündigte nach der Verkündung der Ambitionen seines Eigentümers an, zwar über den Wahlkampf von Bloomberg und dessen demokratischen Mitbewerbern zu berichten, aber auf investigative Recherchen zu ihnen zu verzichten. Für Trump gelte dieser Verzicht nicht, hieß es.

Der Fernsehsender CNN verbreitete als Reaktion auf den verkündeten Bann eine Stellungnahme des Chefredakteurs von Bloomberg News, John Micklethwait, in der dieser die Befangenheitsvorwürfe vehement zurückwies: Man habe stets fair und unparteiisch über Trump berichtet und werde das auch weiterhin tun - trotz der vom Trump-Lager angekündigten Restriktionen.

Quelle: n-tv.de, fzö/dpa/rts

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