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Zu "100 Prozent" Trump bezeichnet IS in Syrien als besiegt

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Trump hatte bereits im Dezember angekündigt, die rund 2000 US-Soldaten in Syrien abzuziehen, weil der IS besiegt sei.

(Foto: picture alliance/dpa)

US-Präsident Trump behauptet in den vergangenen Monaten mehrfach, den IS in Syrien besiegt zu haben - nur um später zurückzurudern. Jetzt wiederholt er diese Aussage erneut: Man habe die von der Terrormiliz kontrollierten Gebiete vollständig zurückerobert.

US-Präsident Donald Trump hat behauptet, dass die restlichen Gebiete unter der Kontrolle der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien zurückerobert worden seien. Man habe das Gebiet zu "100 Prozent" übernommen, sagte Trump bei einer Zwischenlandung in Alaska vor US-Soldaten. Ein Sprecher des Pentagons wollte sich zunächst nicht zu der Aussage äußern und verwies an das Weiße Haus.

Der Chefkommandeur der von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), Mazloum Kobani, hatte zuvor in einem Video erklärt, der Sieg über den IS solle in einer Woche verkündet werden. Es war unklar, wann das Video aufgenommen wurde. Die SDF hatten am 10. Februar eine Offensive auf die letzte syrische Bastion des IS, den Ort Baghus, begonnen. SDF-Kommandeur Adnan Afrin wollte Trumps Aussagen nicht kommentieren. Wenn man etwas zu verkünden habe, werde man das rechtzeitig tun, erklärte Afrin auf dpa-Anfrage.

Trump hatte im Dezember angekündigt, die rund 2000 US-Soldaten in Syrien abziehen zu wollen und das damit begründet, dass der IS besiegt sei. Später ruderte er von dieser Aussage zurück. In den vergangenen Wochen erklärte Trump mehrfach, die Rückeroberung der restlichen Gebiete stehe unmittelbar bevor. So sagte er am 15. Februar, die Erklärung über das Ende des "Kalifats" des IS werde in den nächsten 24 Stunden erfolgen. Letztlich kam eine solche Stellungnahme dann aber nicht.

Im Irak hatte die Regierung bereits im vergangenen Jahr den Sieg über die Dschihadisten verkündet. Allerdings kommt es dort weiterhin zu Anschlägen, die der IS für sich reklamiert.

Quelle: n-tv.de, lri/dpa

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