Politik

Grenzmauer finanzieren Trump droht Mexiko mit neuen Zöllen

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Trump besuchte die Grenzmauer in Otay Mesa, Kalifornien.

(Foto: REUTERS)

US-Präsident Trump tourt während des Wahlkampfs an die Grenze zu Mexiko. Dort lobt er die "fantastische" Arbeit mexikanischer Soldaten gegen illegale Einwanderer. Gleichzeitig warnt er das Nachbarland: Ein Weg, die Mauer voll zu finanzieren, wären neue Zölle. Auch über deren Höhe und Dauer spricht er.

US-Präsident Donald Trump hat bei einem Besuch der Grenzmauer zwischen den USA und Mexiko dem Nachbarland erneut mit Zöllen gedroht. Mexiko habe mit dem Einsatz Tausender Soldaten gegen illegale Einwanderer in die USA "fantastische" Arbeit geleistet, aber wenn das Land seine Kooperation beende, könnten die USA Zölle auf mexikanische Einfuhren erheben, sagte Trump. "Wenn ich einen Zoll von fünf Prozent auf Mexiko für sechs Monate erheben würde, würde das die Mauer voll finanzieren." Im Moment wolle er das aber nicht tun, ergänzte er.

Der US-Präsident inspizierte bei seinem Besuch in Otay Mesa im Süden der Stadt San Diego die neun Meter hohe Barriere aus Stahl und Beton, mit der die USA illegale Immigration aus Mexiko bekämpfen wollen. Die Mauer gehe tief in den Boden, um Tunnelgrabungen zu verhindern, erläuterte Trump. Durch das Hitze absorbierende Material oben auf der Barriere sei sie zu heiß, um sie anzufassen. "Man kann ein Ei auf der Mauer braten", sagte Trump vor Journalisten. "Aber man kann nicht hinüberklettern." Er erwarte, dass bis Ende nächsten Jahres 800 Kilometer neuen Grenzzaunes errichtet würden.

Trump befindet sich auf Wahlkampftour in Kalifornien und New Mexico und will seine Unterstützer davon überzeugen, dass er sein Versprechen, eine Grenzmauer zu Mexiko zu bauen, auch einhält.

Quelle: n-tv.de, aeh/rts

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