Politik

Kritik an Präsidenten-Sprecher Trump erwägt Versetzung von Spicer

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"Nutzloser" Sprecher: Journalisten werfen Sean Spicer vor, den Präsidenten von unangenehmen Fragen abzuschirmen.

(Foto: AP)

Als Sprecher des umstrittenen US-Präsidenten steht Sean Spicer ständig im Kreuzfeuer. Aus den Medien hagelt es an Kritik. Aber offenbar ist auch sein Chef nicht zufrieden mit Spicers Arbeit. Trump plant einem Insider zufolge seine Versetzung.

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Das US-Präsidialamt erwägt einem Insider zufolge eine Versetzung von Pressesprecher Sean Spicer. Es werde über einen Wechsel Spicers von der täglichen Pressearbeit auf einen neuen Posten in der Kommunikation im Weißen Haus nachgedacht, verlautete aus Präsidialamtskreisen. Ein solcher Schritt stehe aber nicht unmittelbar bevor, eine Entscheidung sei noch nicht getroffen worden.

Spicer war wiederholt in die Kritik geraten, unter anderem wegen seiner umstrittenen Äußerungen zur Zuschauerzahl bei der Amtseinführung von Präsident Donald Trump und wegen eines missglückten Hitler-Vergleichs im Zusammenhang mit Syriens Machthaber Baschar al-Assad. Trump stellte sich aber stets hinter ihn.

CNN-Starreporter Jim Acosta hatte Spicer jüngst als "nutzlos" bezeichnet. "Der Pressesprecher gelangt an einen Punkt, wo er regelrecht nutzlos ist", sagte Acosta im CNN-Fernsehen. Spicer beantworte Journalistenfragen unzulänglich, aber das sei längst nicht alles.

Aktuelle Doppelfunktion

Acosta reagierte damit vor allem auf die Praxis des Weißen Hauses, für einen Teil der täglichen Presse-Briefings keine Kameras oder professionellen Tonaufnahmen mehr zuzulassen. Bisher war ein großer Teil der Briefings frei zugänglich in alle Welt übertragen worden. Spicer macht jetzt einen Teil der Informationen aber nur noch einem kleinen Kreis von Reportern zugänglich. Anscheinend etabliere sich zunehmend als neue Norm, "dass dem Präsidenten der Vereinigten Staaten ermöglicht wird, sich zu isolieren und keine harten Fragen zu beantworten", sagte der Reporter. "Er hat seit Februar keine richtige Pressekonferenz mehr abgehalten."

Spicer arbeitet derzeit in einer Doppelfunktion als Pressesprecher und als Kommunikationschef im Weißen Haus, nachdem der vorherige Kommunikationschef Michael Dubke Ende Mai zurückgetreten war. Zuletzt nahm er an weniger Pressekonferenzen teil. Auch trat er seltener vor Kameras auf. Sein Team passte sich damit an Trumps Verhalten an, der mit seinen Twitter-Kommentaren und öffentlichen Äußerungen oft wie sein eigener Sprecher agiert. Zudem arbeitet das Präsidialamt wegen Trumps angespanntem Verhältnis zu den Medien bereits seit einiger Zeit daran, das Kommunikationsteam zu erweitern, um den Präsidenten in der Öffentlichkeit in ein besseres Licht zu rücken.

Quelle: n-tv.de, mbo/rts

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