Politik

Klage über Handelsüberschuss Trump findet Deutsche angeblich "sehr böse"

Am Rande des Nato-Gipfels beschwert sich der US-Präsident bei EU-Spitzenpolitikern offenbar über den reißenden Absatz deutscher Autos in den Vereinigten Staaten. Aus Teilnehmerkreisen heißt es, Donald Trump werde bei seiner Wortwahl sehr konkret.

US-Präsident Donald Trump hat sich einem Medienbericht zufolge bei seinem Treffen mit EU-Spitzenvertretern über den Handelsüberschuss Deutschlands beschwert. "Die Deutschen sind böse, sehr böse", habe Trump bei seinen Gesprächen mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und EU-Ratspräsident Donald Tusk am Donnerstag gesagt, berichtete "Spiegel Online" unter Berufung auf Teilnehmerkreise.

Trump habe weiter gesagt: "Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie in den USA verkaufen. Fürchterlich. Wir werden das stoppen." Juncker habe sich den Angaben zufolge hinter Deutschland gestellt.

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete indes vorab, Trump habe bei dem Gespräch mit den Spitzen der EU den deutschen Handelsüberschuss als "schlecht, sehr schlecht" bezeichnet. Zudem habe er klar gemacht, dass die Verringerung des US-Handelsdefizits für ihn absolute Priorität genieße.

Tusk sagte nach dem Treffen, dass einige Fragen bei den Beratungen mit Trump offen geblieben seien, darunter das Thema Handel. Der US-Milliardär hat den Exportüberschuss Deutschlands mehrmals kritisiert und bereits in einem "Playboy"-Interview von 1990 Steuern bei der Einfuhr deutscher Autos angeregt.

Quelle: ntv.de, jve/dpa