Politik

Neue Wendung in Russland-Affäre Trump gibt geheime Dokumente frei

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Wiederholt bezeichnete US-Präsident Trump Muellers Ermittlungen als "Hexenjagd".

(Foto: picture alliance/dpa)

Es ist ein höchst ungewöhnlicher Schritt, der das politische Washington in Aufruhr versetzt: Trump gibt Abgeordneten Einsicht in bisher geheimgehaltene Dokumente in der Russland-Affäre. Auch SMS des früheren FBI-Chefs Comey sollen publik gemacht werden.

Donald Trump hat angeordnet, bisher geheim gehaltene Dokumente in der Russland-Affäre an Parlamentarier weiterzugeben. Die Entscheidung ist Teil der Bemühungen des US-Präsidenten, die Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller zu untergraben.

Zu den freigegebenen Dokumenten gehören unter anderem 20 Seiten aus der bis dato geheimen Ermächtigung zur Überwachung von Trumps ehemaligem Wahlkampfberater Carter Page, teilte Regierungssprecherin Sarah Sanders mit. Die Anordnung gilt auch für Dokumente mit Aussagen des Justizministeriums-Mitarbeiters Bruce Ohr.

Dieser war der Kontaktmann beim Ministerium für den früheren britischen Agenten Christopher Steele, der ein umstrittenes Dossier über Trump mit den Präsidenten belastenden Einzelheiten erstellt hatte. Zudem wies Trump das Justizministerium und das FBI an, alle die Russland-Affäre betreffenden SMS-Nachrichten publik zu machen, unter anderem auch des von ihm entlassenen, früheren FBI-Chefs James Comey.

Republikanische Parlamentarier hatten seit längerer Zeit Einsicht in die Akten verlangt. Mit der Freigabe der Dokumente geht Trump auf die Forderungen seiner Verbündeten im Kongress ein, die davon ausgehen, dass die Ermittlungen in erster Linie von Vorbehalten gegen Trump in den Reihen von FBI und dem Justizministerium getragen werden.

Quelle: n-tv.de, hny/dpa

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