Politik

"Es wird, wie es war" Trump glaubt an neue alte Normalität

132078049.jpg

US-Präsident Trump: "Ich möchte dorthin zurück, wo wir waren. Dort werden wir hinkommen."

(Foto: picture alliance/dpa)

In den USA steigt die Zahl der Corona-Toten über die Marke von 60.000. Doch US-Präsident Trump ist sicher: Nach der Pandemie werden die Vereinigten Staaten genau so sein wie vor dem Ausbruch des neuartigen Virus: "Diese Seuche wird vorübergehen."

US-Präsident Donald Trump glaubt nicht, dass die Coronavirus-Pandemie das Leben in den USA dauerhaft verändern wird. Trump sagte, er rechne mit einer 100-prozentigen Rückkehr zur Normalität im Land. "Wir wollen, dass es so wird, wie es war." Und dies werde schneller gehen, als viele erwarteten.

Die "neue Normalität" werde seiner Ansicht nach der Zustand wie vor drei Monaten sein. Er wolle, dass die Stadien bei Baseball- und Football-Spielen wieder voll seien und nicht drei oder vier Sitze zwischen den Zuschauern frei sein müssten. "Ich möchte dorthin zurück, wo wir waren. Dort werden wir hinkommen", betonte er. "Diese Sache wird vorübergehen." Sicherheit sei wichtig, aber auch die Wirtschaft sei wichtig. Und die Menschen wollten, dass das Land wieder geöffnet werde.

*Datenschutz

"Es könnte lange dauern"

Einen Zeithorizont für das Szenario nannte Trump nicht. "Es könnte länger dauern." Aber die Bundesstaaten gingen nach und nach bereits Schritte in diese Richtung. Nach Angaben von US-Vizepräsident Mike Pence haben inzwischen 35 Bundesstaaten Pläne für eine schrittweise Rückkehr zum Normalbetrieb veröffentlicht. Auf die Frage, ob er mit einer "neuen Normalität" rechne, in der Kellner in Restaurants auch in drei Jahren noch Schutzmasken tragen müssten, sagte Trump: "Das sehe ich nicht."

Der Präsident kündigte auch an, er selbst werde in den kommenden Wochen wieder Reisen im Land unternehmen. Als Erstes sei in der kommenden Woche ein Trip nach Arizona geplant. Perspektivisch hoffe er auch, irgendwann vor der Wahl im November auch wieder große Wahlkampfveranstaltungen abhalten zu können. "Ich bin jetzt seit vielen Monaten im Weißen Haus, und ich möchte wieder raus", sagte er. Auch bei vielen Bürgern gebe es den großen Wunsch, wieder rauszukommen und etwas zu unternehmen.

Durch die Coronavirus-Pandemie ist das öffentliche Leben in den USA weitgehend zum Erliegen gekommen, was die Wirtschaft des Landes in eine schwere Krise gestürzt hat. Mittlerweile sind mehr als 60.000 Menschen in den USA an einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Insgesamt wurden mehr als eine Million Menschen positiv auf Covid-19 getestet - etwa ein Drittel aller Fälle weltweit.

Quelle: ntv.de, bad/dpa