Politik

Optimismus trotz Klimawandel Trump keilt gegen "Propheten des Untergangs"

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos soll es in diesem Jahr auch um den Kampf gegen den Klimawandel gehen. Für US-Präsident Trump ist dieser offenbar kein Grund zur Sorge. Er wirbt für Optimismus - und lobt seine eigene Wirtschaftspolitik.

US-Präsident Donald Trump hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos seine Wirtschaftspolitik in höchsten Tönen gelobt. "Der amerikanische Traum ist zurück, größer und stärker als je zuvor", sagte er. "Amerika wächst und gedeiht, und ja: Amerika gewinnt wieder wie niemals zuvor." Zum Kampf gegen den Klimawandel, der im Mittelpunkt des Weltwirtschaftsforums steht, äußerte sich Trump nur am Rande. Angst und Zweifel seien nicht gut, man solle optimistischer nach vorne schauen, sagte der US-Präsident, ohne das Wort Klimawandel in den Mund zu nehmen.

"Es ist Zeit für Optimismus und Freude, nicht für Angst und Zweifel. Wir müssen uns freimachen von Prophezeiungen einer Apokalypse." Die ewigen Propheten des Untergangs und ihre Vorhersagen müssten zurückgewiesen werden. Trump bekannte sich dennoch zur Bewahrung der Natur und kündigte an, die USA würden der Initiative "Eine Billion Bäume" des Weltwirtschaftsforums beitreten. Klimaaktivistin Greta Thunberg hatte zuvor in Davos die Untätigkeit im Kampf gegen den Klimawandel angeprangert.

Mit Bezug auf die US-amerikanische Wirtschaft sagte Trump, im Vergleich zu der Vorgängerregierung mit geringem Wachstum und stagnierenden oder fallenden Löhnen sei die derzeitige Entwicklung "spektakulär". Für die Zukunft prognostizierte er "gewaltige" Chancen für die US-Wirtschaft.

"Wir lieben uns"

Die Beziehungen mit China seien nach Abschluss des ersten Handelsdeals "so gut wie nie zuvor". "Er ist für China, ich bin für die Vereinigten Staaten", sagte er über Chinas Präsidenten Xi Jinping. "Aber ansonsten lieben wir uns." Die von ihm geschlossenen Handelsdeals unter anderem mit China seien ein Vorbild für den Handel im 21. Jahrhundert, sagte Trump. Er stellte zudem weitere bilaterale Handelsabkommen in Aussicht, etwa mit dem Vereinigten Königreich nach dem Austritt aus der Europäischen Union. Insbesondere mit China, aber auch mit den nordamerikanischen Freihandelspartnern Mexiko und Kanada, hatte Trump einen Handelskrieg vom Zaun gebrochen, der die Weltwirtschaft belastet und für Unsicherheit gesorgt hatte.

bea30af26c76e5cce327eac6da037ccb.jpg
Donald Trump

Der amerikanische Traum ist zurück und er ist größer und besser als je zuvor.

(Foto: REUTERS)

Erneut nahm Trump die Notenbank Fed ins Visier. Die USA hätten seit seiner Wahl einen beispiellosen Wohlstand erreicht und eine Welle von Firmengründungen erlebt: "Und dies, obwohl die Fed die Zinsen zu schnell angehoben und zu langsam gesenkt hat", fügte er hinzu. Zuletzt war das Verhältnis zwischen dem US-Präsidenten und der politisch unabhängigen Notenbank immer wieder von Spannungen geprägt, da Trump sie zu massiven Zinssenkungen drängte. Zudem zweifelte Trump die Kompetenz der Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell an. Angesichts der Attacken Trumps hat Powell mehrfach auf die Unabhängigkeit der Notenbank verwiesen.

Quelle: ntv.de, ftü/dpa/AFP/rts