Politik

Kaum Wasser in der Leitung Trump kritisiert wassersparende Toiletten

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Donald Trump hat ein Problem mit wassersparender Technik - zumindest in Bundesstaaten mit Regen.

(Foto: REUTERS)

Behörden in den USA warnen vor drohender Wasserknappheit in etlichen Bundesstaaten. Deshalb wird der Einbau wassersparender Armaturen gefördert. Bei einem Treffen im Weißen Haus kritisiert Präsident Trump dagegen ausführlich die Technik - weil kaum Wasser aus der Leitung komme.

US-Präsident Donald Trump hat wassersparenden Toiletten, Duschen und Wasserhähnen den Kampf angesagt. "Wir haben eine Lage, wo wir uns Waschbecken, Duschen und andere Elemente von Badezimmern sehr stark vornehmen", sagte Trump bei einem Treffen mit Kleinunternehmern am Freitag im Weißen Haus. Er klagte über Wasserspar-Richtlinien, die dazu führten, dass in "Waschbecken und Duschen und anderen Bestandteilen des Bades" kaum noch Wasser aus der Leitung komme.

"Man dreht den Wasserhahn auf in Gebieten, wo es enorme Mengen von Wasser gibt - und man bekommt kein Wasser. Sie duschen, und das Wasser tropft heraus", sagte Trump. Solche Armaturen erhöhten den Wasserverbrauch am Ende. "Die Leute drücken die Toilettenspülung zehn Mal oder 15 Mal und nicht nur einmal", bemängelte der US-Präsident.

Der US-Präsident widmete sich dem Thema in großer Ausführlichkeit. "Man kann seine Hände praktisch nicht waschen, so wenig Wasser kommt aus dem Hahn. Und das Endergebnis ist, dass Sie den Hahn offenlassen und es viel länger dauert, Ihre Hände zu waschen. Sie verbrauchen am Ende dieselbe Menge Wasser."

"Es heißt Regen"

Wassersparende Armaturen seien vielleicht in Wüstenregionen eine gute Idee. "Aber es gibt viele Staaten, die so viel Wasser haben, dass es vom Himmel fällt", sagte Trump. "Es heißt Regen, und sie wissen nicht, wohin damit." Auf seinen Hinweis hin nehme die Umweltbehörde EPA das Problem nun sehr genau unter die Lupe.

Ein EPA-Sprecher erklärte daraufhin, man arbeite mit anderen Behörden zusammen, um den Kunden eine größere Auswahl bei Armaturen zu ermöglichen. Aus Sorge über schrumpfende Wasserreserven hat die US-Regierung spätestens seit 1994 unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton Vorschriften zum Durchlass von Wasserhähnen und Duschen erlassen.

Die EPA half den Bürgern in der Vergangenheit dabei, ihren Wasserverbrauch über die Vorschriften hinaus zu senken. Sie fördert unter anderem WaterSense, ein freiwilliges Programm zum Einbau wassersparender Duschköpfe und anderer Produkte. Jeder Tropfen zähle, da die Behörden in mindestens 40 der 50 US-Bundesstaaten in den kommenden Jahren lokal oder regional mit Wasserknappheit rechneten, heißt es auf der EPA-Homepage.

Quelle: ntv.de, mli/AFP/dpa