Politik

"Verschwenderische Zahlungen" Trump lässt Syriens Rebellen fallen

RTX3BFFK.jpg

US-Präsident Donald Trump zieht sich aus dem Krisenherd Syrien zurück.

(Foto: REUTERS)

Es war bereits vergangene Woche durchgesickert - nun bestätigt es der US-Präsident auch selbst: Donald Trump will den syrischen Rebellen im Kampf gegen Machthaber Assad nicht mehr helfen. Vor allem deren finanzielle Unterstützung ist ihm ein Dorn im Auge.

US-Präsident Donald Trump hat die Unterstützung seines Landes für die Rebellen in Syrien für gescheitert erklärt. Er habe die "massiven, gefährlichen und verschwenderischen Zahlungen an syrische Rebellen, die gegen Assad kämpfen, beendet", schrieb Trump auf Twitter. Damit bestätigte der Präsident erstmals selbst, dass er die unter seinem Vorgänger Barack Obama gestartete Unterstützung gestoppt habe.

Trumps Tweet erschien kurz nach Veröffentlichung eines Berichts der "Washington Post" zum gleichen Thema. Darin hieß es, dass die US-Regierung dem mit Russland verbündeten syrischen Präsidenten Baschar al Assad die Kontrolle über weite Teile Zentral- und Südsyriens überlassen wolle; im Gegenzug sollten Russland und seine Verbündeten den USA freie Hand bei der Verfolgung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) lassen.

Ein US-General hatte das Ende der Unterstützung für die bewaffneten Regierungsgegner in Syrien am Wochenende bestätigt. Bislang hatten die USA in Syrien Rebellen unterstützt, die gegen Assad und damit auch gegen dessen Verbündeten Russland kämpften. Am Rande des G20-Gipfels in Hamburg hatten sich Russland und die Vereinigten Staaten bereits auf die Einrichtung von "Deeskalationszonen" im Süden Syriens verständigt.

Rebellen weniger bedeutsam

Das US-Unterstützungsprogramm war 2013 von Barack Obama gestartet worden. Seitdem wurden tausende Rebellenkämpfer ausgebildet und bewaffnet. Der politische Rückhalt für die islamistischen Rebellen ließ in den USA allerdings nach.

Zum einen gewann für die US-Regierung in Syrien der Kampf gegen den IS an Bedeutung, der auch von Assads Armee bekämpft wird. Zum anderen wurden die Rebellen mit dem Verlust der nordsyrischen Metropole Aleppo an die syrische Armee Ende des vergangenen Jahres strategisch weniger bedeutsam.

Quelle: ntv.de, jug/AFP