Politik

"Lieben unser Land nicht" Trump legt in Rassismus-Affäre nach

US-Präsident Trump heizt die von ihm losgetretene Rassismus-Debatte an: Nachdem er vier Demokratinnen aufgefordert hatte, sie sollten "dahin zurückgehen, wo sie hergekommen sind ...", spricht er ihnen nun die "Liebe" zu den USA ab. Kritik folgt prompt.

US-Präsident Donald Trump hat in der von ihm losgetretenen Konfrontation mit vier weiblichen Abgeordneten der Demokraten nachgelegt. "Ich glaube nicht, dass die vier Kongressabgeordneten in der Lage sind, unser Land zu lieben", schrieb Trump auf Twitter. "Sie sollten sich bei Amerika (und Israel) für die schrecklichen (hasserfüllten) Dinge entschuldigen, die sie gesagt haben."

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Der demokratische Abgeordnete Elijah Cummings verurteilte den erneuten Angriff. Er habe "keinen Zweifel" daran, dass Trump ein Rassist sei. "Das sind Leute und Frauen, die ihr Land lieben", verteidigte Cummings im Sender ABC seine Kolleginnen. US-Senator Cory Booker, der für die Demokraten die Nominierung als Präsidentschaftskandidat anstrebt, sagte bei CNN, dass Trump "schlimmer als ein Rassist" sei.

Der Präsident hatte Alexandria Ocasio-Cortez, Rashida Tlaib, Ilhan Omar und Ayanna Pressley vor wenigen Tagen aufgefordert, sie sollten "dahin zurückgehen, wo sie hergekommen sind, und helfen, diese total kaputten und kriminalitätsverseuchten Orte wieder in Ordnung zu bringen". Alle vier Abgeordneten sind US-Bürgerinnen, drei von ihnen wurden in den Vereinigten Staaten geboren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte diese Verbalattacken scharf kritisiert. "Ich distanziere mich davon entschieden", sagte sie. Sie fühle sich solidarisch mit den betroffenen Frauen. Die Stärke Amerikas sei gerade das Zusammenleben ganz unterschiedlicher Menschen.

Quelle: n-tv.de, bad/rts

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