Politik

Angreifer erschossen Trump lobt bewaffnete Gottesdienstbesucher

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Bei einem Schusswaffenangriff starben zwei Menschen.

(Foto: dpa)

In Texas darf man sogar in Kirchen Waffen tragen - laut US-Präsident Trump hat das zahlreichen Gottesdienstbesuchern bei einem Schusswaffenangriff das Leben gerettet, da ein bewaffneter Sicherheitsmann den Angreifer erschoss.

Erneut hat es in den USA einen Schusswaffenangriff auf eine Kirche gegeben, diesmal traf es ein Gotteshaus in Texas. Zwei Menschen starben - offenbar verhinderte ein bewaffneter Sicherheitsmann Schlimmeres. Berichten zufolge erschoss er den Angreifer. Mit einer Twitter-Nachricht hat US-Präsident Donald Trump den Fall nun aufgegriffen und das Eingreifen gelobt. "Dank der mutigen Gemeindemitglieder, die eingriffen, um 242 weitere Kirchgänger zu schützen, war es in sechs Sekunden vorbei", twitterte Trump gestern. "Diese Helden retteten Leben, und die texanischen Gesetze erlaubten es ihnen, Waffen zu tragen!"

Ein Mann hatte am Sonntag die Kirche in White Settlement - einem Vorort der Großstadt Fort Worth - während des Gottesdienstes angegriffen und zwei Gemeindemitglieder getötet. Ein freiwilliger Sicherheitsmann erschoss daraufhin den Schützen. Die Polizei hatte zuvor von "einer Reihe" von Kirchenmitgliedern gesprochen, die das Feuer erwidert hätten.

Immer wieder werden Gotteshäuser und Gläubige in den USA Opfer von Gewalttaten. Im Oktober 2018 tötete ein antisemitischer Angreifer in einer Synagoge in Pittsburgh im Bundesstaat Pennsylvania elf Menschen. Im November 2017 erschoss ein Bewaffneter während eines Gottesdienstes in einer Baptistenkirche im texanischen Sutherland Springs bei San Antonio 26 Menschen. Am Samstag wurden bei einem Angriff auf Juden im Haus eines Rabbiners im Bundesstaat New York fünf Menschen verletzt.

In den USA sind so viele Waffen im Umlauf wie in keinem anderen Land der Welt. Nach Regierungsangaben starben allein im Jahr 2017 rund 40.000 Menschen in den Vereinigten Staaten durch Waffengewalt. Die Befürworter der einfachen Verfügbarkeit von Waffen sehen darin ein Grundrecht, das gesetzestreuen Bürgern nicht verwehrt werden dürfe. Dahinter steckt oft die Ansicht, selbst für die eigene Sicherheit verantwortlich zu sein, kombiniert mit einem Misstrauen gegen die Möglichkeiten der Polizei und des Staats insgesamt, die Bürger zu schützen.

Die Gegner verweisen auf die hohe Zahl von Toten, die nicht nur durch Schießereien, sondern auch durch viele Unfälle zustande kommt. Eine Mehrheit der US-Amerikaner befürwortet zwar striktere Waffengesetze. Entsprechende Initiativen im Kongress scheitern aber stets am Widerstand der Republikaner, zu deren Wählerbasis die Waffenenthusiasten zählen.

Quelle: ntv.de, vpe/AFP