Politik

Gräben überbrücken an ThanksgivingTrump redet von Versöhnung

24.11.2016, 05:22 Uhr
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Donald Trump gibt sich plötzlich zahm. (Foto: dpa)

An manchen Traditionen kommt auch der kommende US-Präsident Trump nicht vorbei: Am Abend vor Thanksgiving ruft er zu Einigkeit im Land auf. Und er spricht von einem "verletzenden Wahlkampf" - den er selbst forciert hatte.

Am Vorabend des Thanksgiving-Feiertags hat sich der designierte US-Präsident Donald Trump mit einem Aufruf zur Versöhnung an die Bürger gewandt. "Wir haben gerade einen langen und verletzenden Wahlkampf hinter uns gebracht", sagte Trump in einer Videobotschaft aus seinem Golf-Hotel in Florida. "Die Emotionen gehen hoch, und die Anspannung wird sich nicht über Nacht legen."

Er bete nun dafür, "dass wir anfangen, unsere Gräben zu überbrücken und bestärkt durch ein gemeinsames Ziel als ein Land voranschreiten", sagte der Republikaner. "Das wird leider nicht schnell geschehen, aber wir haben nun die Chance, Geschichte zu schreiben und wirklichen Wandel nach Washington zu bringen." Noch am Montag hatte Trump bei einem Treffen Vertreter von US-TV-Medien beschimpft. Teilnehmer zeigten sich schockiert.

Trump verbringt den Thanksgiving-Tag, den US-Bürger traditionell im Kreise der Verwandtschaft begehen, mit Teilen seiner Familie in Florida. Danach will er weitere Personalentscheidungen für seine künftige Regierung treffen. Kritiker haben es vor allem Trump angelastet, dass der Wahlkampf einen so scharfen und spalterischen Ton angenommen hatte.

Quelle: ntv.de, rpe/AFP

Donald TrumpUS-Präsidentschaftswahl 2016USA