Politik

"Hat die vollständige Kontrolle"Trump schießt gegen Norwegen wegen des Friedensnobelpreises

20.01.2026, 07:57 Uhr
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Europa solle sich auf die Ukraine konzentrieren, meinte der US-Präsident. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Eigentlich sei ihm der Friedensnobelpreis egal, behauptet der US-Präsident in einem Interview. Dass er ihn nicht verliehen bekommen hat, beschäftigt ihn aber offensichtlich. Gegen Norwegen erhebt er wegen der ausgebliebenen Vergabe Vorwürfe.

US-Präsident Donald Trump hat wegen des ihm nicht verliehenen Friedensnobelpreises erneut gegen Norwegen ausgeteilt. Trump wies bei NBC zurück, dass Norwegen keinen Einfluss auf die Entscheidung habe und diese allein beim zuständigen Komitee liege. "Norwegen hat die vollständige Kontrolle darüber, egal was sie sagen", so der US-Staatschef. "Sie behaupten gerne, dass sie nichts damit zu tun haben, aber sie haben alles damit zu tun."

Der Republikaner spielte sein Verlangen nach dem Preis jedoch auch herunter. Er verwies erneut auf die angeblich von ihm beendeten acht Kriege und die vielen Menschenleben, die er gerettet habe. Das sei eine größere Belohnung, so Trump. "Mir ist der Friedensnobelpreis egal."

Trump kritisierte auch europäische Staats- und Regierungschefs, die sich seinen Plänen zum Kauf Grönlands widersetzen. "Europa sollte sich auf den Krieg zwischen Russland und der Ukraine konzentrieren, denn ehrlich gesagt sieht man ja, was das gebracht hat", sagte der 79-Jährige. "Darauf sollte sich Europa konzentrieren – nicht auf Grönland."

Auf die Frage, ob er über Grönland notfalls auch mit Gewalt die Kontrolle übernehmen würde, antworte Trump bei NBC: "Kein Kommentar". Erst in einem am Montag veröffentlichten Schreiben an den norwegischen Regierungschef Gahr Störe hatte der US-Präsident eine Drohung ausgesprochen. Er fühle sich angesichts des nicht erhaltenen Friedensnobelpreises nicht mehr verpflichtet, "nur an den Frieden" zu denken.

"Die Welt ist nicht sicher, bis wir die vollständige und totale Kontrolle über Grönland haben." Der Frieden sei zwar weiterhin "vorrangig". Er könne aber "jetzt darüber nachdenken, was für die Vereinigten Staaten von Amerika gut und richtig ist".

Quelle: ntv.de, lme

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